Granfondo La Fausto Coppi: Strecke, Höhenmeter & Streckenprofil
Die Granfondo La Fausto Coppi ist die lange Runde von Cuneo aus, und sie ist eine der härtesten Granfondos Italiens: 172 Kilometer mit dem Colle di Sampeyre, dem Colle Fauniera über den Colle d'Esischie und der Madonna del Colletto. Zwei Pässe über 2.200 Meter an einem Tag verlangen eine Vorbereitung, die auf sehr lange Anstiege und auf Höhe zielt.
Strecke & Höhenmeter
Um sieben Uhr rollt das Feld aus der Piazza Galimberti, und schon nach anderthalb Kilometern, hinter dem Viadotto Soleri, trennt sich die Granfondo von den beiden kürzeren Runden: rechts ab Richtung Busca. Zwanzig fast flache Kilometer später steht bei Kilometer 20 die Colletta di Rossana, knapp zwei Kilometer mit 5,4 Prozent, als Tor ins Valle Varaita. Danach zieht die Straße über Venasca, Brossasco, Melle und Frassino sacht talaufwärts bis Sampeyre, wo bei Kilometer 49 der eigentliche Tag beginnt: 15,3 Kilometer mit 8,6 Prozent im Schnitt und 1.312 Höhenmetern hinauf auf 2.284 Meter. Der Colle di Sampeyre stand nach 2013 über zehn Jahre lang nicht mehr im Programm, weil die Straße zu schmal und der Belag streckenweise kaputt war; erst nach Asphaltarbeiten an Auf- und Abfahrt kam er 2025 auf Wunsch der Fahrer zurück.
Es folgt die 17,7 Kilometer lange, schnelle und technische Abfahrt ins Valle Maira. Ab Kilometer 87 beginnt der zweite Block, und er beginnt bösartig: drei kurze Stufen bei Marmora, die erste 900 Meter mit 11,5 Prozent, mit Rampen bis über 28 Prozent. Ab Kilometer 94 folgen 9,7 Kilometer mit 7,5 Prozent zum Colle d'Esischie auf 2.370 Meter, und ab Kilometer 104 noch einmal 5,2 Kilometer mit 7,3 Prozent bis zum Colle Fauniera auf 2.481 Meter, dem höchsten Punkt des Rennens; oben steht das Denkmal für Marco Pantani. Die Passstraße ist asphaltiert, aber schmal und flickenhaft; sie ist eine Gemeindestraße, die im Winter gesperrt bleibt und erst Anfang Juni öffnet. Der Veranstalter finanziert über sein Projekt "Salviamo le strade di montagna" seit Jahren Asphalt, Mauerwerk und Beschilderung auf genau diesen Pässen.
Vom Fauniera geht es 25 Kilometer bergab nach Demonte im Valle Stura. Dort wartet bei Kilometer 137 die letzte Aufgabe: 6,5 Kilometer mit 8,6 Prozent hinauf zur Madonna del Colletto auf 1.304 Meter. Danach fällt die Strecke ins Valle Gesso nach Valdieri, weiter über Borgo San Dalmazzo und zurück nach Cuneo. Gemessen werden 170,7 Kilometer und 4.749 Höhenmeter gegenüber den ausgeschriebenen 172 Kilometern und 4.330 Metern; nur 19 Prozent der Strecke sind flach, fast 15 Prozent liegen im steilen Aufwärtsbereich.
Pacing-Strategie
Der Fehler auf dieser Runde wird in den ersten fünfzig Kilometern gemacht. Von Cuneo bis Sampeyre geht es fast nur flach und leicht bergauf, das Feld ist noch komplett zusammen, und in großen Gruppen bei niedrigem Tempo fährt man schnell zwanzig Watt zu viel. Wer am Fuß des Sampeyre schon im roten Bereich war, hat noch 120 Kilometer und drei Pässe vor sich. Behandle den ersten Streckenteil als Anfahrt, nicht als Rennen, und iss dort mehr, als sich nötig anfühlt; der Ristoro am Fuß des Sampeyre ist die letzte einfache Gelegenheit vor eineinhalb Stunden Anstieg.
Entschieden wird das Rennen zwischen Kilometer 87 und 109, nicht am Sampeyre. Die drei steilen Stufen bei Marmora kommen nach der langen Abfahrt mit kalten Beinen und haben Rampen jenseits von 25 Prozent. Hier brauchst du eine Übersetzung, mit der du sitzen bleiben kannst, sonst verlierst du die Beine für die 15 Kilometer Esischie und Fauniera, die direkt anschließen. Der obere Teil liegt über 2.000 Meter: die Leistung fällt dort messbar ab, und ein Tempo, das auf 1.500 Metern noch ging, wird auf 2.400 Metern zum Überzug. Rechne die letzten Kilometer zum Fauniera bewusst langsamer.
Die Abfahrt vom Fauniera ist 25 Kilometer lang, schmal und stellenweise flickig, mit Schotter in schattigen Kurven. Sie ist keine Erholungsphase, sondern ein Konzentrationsproblem, und bei kaltem Fahrtwind nach zwei Stunden Anstieg kühlst du stark aus. Nimm eine Windweste mit auf den Pass. Die Madonna del Colletto bei Kilometer 137 ist mit 6,5 Kilometern die kürzeste der großen Steigungen, aber sie kommt nach über 4.000 Höhenmetern und mit 8,6 Prozent gleichmäßig steil; wer sie noch fahren statt überleben will, muss vorher am Fauniera diszipliniert geblieben sein.
Trainingsplan für Granfondo La Fausto Coppi: 12 Wochen Vorbereitung
Für eine Altersklassenfahrerin oder einen Altersklassenfahrer sind hier je nach Form sieben bis zehn Stunden im Sattel realistisch; die Marschtabellen des Veranstalters reichen von knapp fünf bis über elf Stunden. Der Belastungscharakter ist trotz der Rennsituation überwiegend gleichmäßig aerob: drei lange Anstiege von eineinhalb bis zwei Stunden bestimmen den Tag, dazwischen liegen zwei sehr lange Abfahrten, in denen kaum getreten wird. Fast fünfzehn Prozent der Strecke sind steil bergauf, und die kurzen Rampen bei Marmora mit über 25 Prozent sind die einzigen echten anaeroben Spitzen.
Das Vorbereitungsziel ist also nicht Spritzigkeit, sondern die Fähigkeit, nach fünf Stunden noch eine gute Bergfahrt abzurufen. Baue lange Ausfahrten mit dem Höhenschwerpunkt im letzten Drittel, statt die Anstiege ausgeruht am Anfang zu setzen. Genau das verlangt die Abfolge Esischie/Fauniera bei Kilometer 94 und Madonna del Colletto bei Kilometer 137. Ein bis zwei Einheiten mit über 3.500 Höhenmetern im Frühjahr und mindestens eine Fahrt über sechs Stunden gehören dazu.
Die Bedingungen sind der zweite Trainingsinhalt. Ende Juni ist es im Talboden um Cuneo warm bis heiß, während der Fauniera auf 2.481 Metern und der Sampeyre auf 2.284 Metern kalt, windig oder in Wolken liegen können. Du brauchst also beides: Hitzeverträglichkeit für die langen Anfahrten und eine Kleiderstrategie für zwei Pässe über 2.200 Metern mit anschließenden langen Abfahrten. Wer kann, sollte vorher mehrfach über 2.000 Meter gefahren sein, um zu wissen, wie stark die eigene Leistung in dieser Höhe nachlässt.
Zuletzt Material und Technik. Wähle die Übersetzung für die Marmora-Stufen und den 8,6-Prozent-Schnitt des Sampeyre, nicht für den Schnitt der ganzen Runde. Übe technische Abfahrten auf schmalen, unebenen Bergstraßen mit müden Händen: 25 Kilometer Fauniera-Abfahrt und 17,7 Kilometer vom Sampeyre bringen ungefähr eine Stunde reine Abfahrtszeit, und Fahrsicherheit spart dort mehr Substanz als jede zusätzliche Intervalleinheit.
Streckenverlauf
Profil-Parameter
Steigungsverteilung
Anstiege auf der Strecke
| Start (km) | Länge | Ø Steigung | Max. Steigung | Höhengewinn | Kategorie |
|---|---|---|---|---|---|
| KM 19.9 | 1.9 km | 5.4% | 14.1% | +106m | Kat. 4 |
| KM 49.4 | 15.3 km | 8.6% | 20.9% | +1312m | HC |
| KM 86.9 | 0.9 km | 11.5% | 18.6% | +103m | Kat. 4 |
| KM 88.3 | 1.8 km | 7.3% | 24.2% | +131m | Kat. 4 |
| KM 90.3 | 2.5 km | 7.7% | 28.7% | +195m | Kat. 3 |
| KM 93.9 | 9.7 km | 7.5% | 22.8% | +729m | Kat. 1 |
| KM 103.8 | 5.2 km | 7.3% | 19.7% | +380m | Kat. 2 |
| KM 137.3 | 6.5 km | 8.6% | 17.7% | +557m | Kat. 2 |
Die Anstiegs-Kategorien folgen der Radsport-Konvention und bewerten das Gelände selbst (Länge und Steigung) unabhängig von der Sportart: Kat. 4 bezeichnet die leichtesten bewerteten Anstiege, Kat. 1 die härtesten, HC (hors catégorie, „außerhalb jeder Kategorie“) ist den brutalsten Anstiegen vorbehalten. Kurze Anstiege unterhalb der Kat.-4-Schwelle bleiben unbewertet.
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Häufige Fragen
Wie lang ist Granfondo La Fausto Coppi?
Granfondo La Fausto Coppi ist 172 km lang. Diese Distanz bestimmt, wie viel Grundlagenausdauer, Tempohärte und Rennspezifik in den Trainingsplan gehören.
Wie viele Höhenmeter hat Granfondo La Fausto Coppi?
Granfondo La Fausto Coppi hat rund 4.749 Höhenmeter auf 172 km. Das beeinflusst Pacing, Muskulatur und die Vorbereitung auf späte Rennabschnitte.
Wie ist das Streckenprofil von Granfondo La Fausto Coppi?
Granfondo La Fausto Coppi ist als Hochalpin (Mountainous) eingestuft, im Schnitt 27,8 Höhenmeter pro Kilometer. 19 % der Strecke sind flach, 25 % steigen moderat an (2 bis 6 %) und 15 % sind steiler als 6 %.
Welche Anstiege hat Granfondo La Fausto Coppi?
Der schwerste Anstieg von Granfondo La Fausto Coppi beginnt bei Kilometer 49,4, ist 15,3 km lang, steigt im Schnitt 8,6 % an und bringt 1.312 Höhenmeter. Bewertung nach Radsport-Konvention: HC. Insgesamt sind 8 Anstiege erfasst.
Ist Granfondo La Fausto Coppi ein Rundkurs?
Ja, Granfondo La Fausto Coppi ist als Rundkurs angelegt: Start und Ziel liegen am selben Ort.
Gibt es die Strecke von Granfondo La Fausto Coppi als GPX-Datei?
Ja. Die Strecke von Granfondo La Fausto Coppi steht auf dieser Seite als GPX-Datei zum kostenlosen Download bereit — importierbar in Garmin, Wahoo, Komoot, Strava und jede andere App, die GPX liest.
Wie bereite ich mich auf Granfondo La Fausto Coppi vor?
Für Granfondo La Fausto Coppi sollte die Vorbereitung 172 km, 4.749 Höhenmeter, aktuelle Belastung und verfügbare Trainingszeit berücksichtigen. Ein adaptiver Plan hilft, Schlüsselreize zu setzen, ohne Erholung und Alltag zu ignorieren.
Welche Pacing-Strategie passt für Granfondo La Fausto Coppi?
Die Pacing-Strategie für Granfondo La Fausto Coppi sollte 172 km, 4.749 Höhenmeter und dein aktuelles Leistungsniveau einbeziehen. Starte kontrolliert und plane Reserven für Abschnitte ein, in denen das Profil oder die Müdigkeit die Zielpace erschwert.
Wann findet Granfondo La Fausto Coppi statt?
Granfondo La Fausto Coppi findet am 27. Juni 2027 statt.
Wo findet Granfondo La Fausto Coppi statt?
Granfondo La Fausto Coppi findet in Cuneo, Italy statt.
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