
Das Georgia Death Race in Blairsville ist ein Ultratrail über 74 Meilen von Punkt zu Punkt, auf dem kaum etwas flach ist. Knapp 4.900 Höhenmeter hinauf und noch etwas mehr wieder hinunter machen die Abstiege zum zweiten Gegner, und der längste Anstieg wartet erst jenseits von Kilometer 90. Wer sich darauf vorbereitet, trainiert für den späten Teil des Rennens, nicht für den Start.
Ruhig bleibt es nur kurz: Nach einem leichten Gefälle setzt bei Kilometer 4,5 der erste Anstieg ein, und ab Kilometer 6,5 folgen vier Kilometer mit rund 13 Prozent. Dieser Block ist mit gut 500 Höhenmetern der größte des Tages und bringt dich über 1.000 Meter, in den höchsten Bereich der Strecke. Bis etwa Kilometer 40 bleibst du meist in dieser Höhenlage, unterbrochen von Einschnitten wie dem steilen Wiederaufstieg bei Kilometer 20.
Danach verliert der Kurs mehr als 200 Meter, und zwei kurze, harte Aufschwünge bei Kilometer 44 und 51 führen zurück auf die nächste Hochlage. Auf ihr geht es wellig und ohne Pause bis Kilometer 71. Dort beginnt der lange Abstieg: Rund 450 Höhenmeter geht es hinunter zum tiefsten Punkt des Tages um Kilometer 80, unter 500 Metern.
Das Finale ist der eigentliche Kern. Ab Kilometer 93 steigt die Strecke knapp sechs Kilometer am Stück zurück auf rund 900 Meter. Es folgt ein hoher Abschnitt und ein weiterer großer Abstieg, bevor sich kurz vor Schluss ein letzter steiler Anstieg von gut 200 Höhenmetern in den Weg stellt. Das Ziel liegt an anderer Stelle als der Start und etwa 100 Meter tiefer. Das Feld ist mittelgroß, vorn aber stark besetzt, und die Streckenrekorde werden für den aktuellen 74-Meilen-Kurs geführt.
| Start | Länge | Ø | Max. | Gewinn | Kat. |
|---|---|---|---|---|---|
| km 4,5 | 2 km | 8,8 % | 22,4 % | +172 m | Kat. 3 |
| km 6,6 | 4 km | 13,2 % | 24,2 % | +524 m | Kat. 2 |
| km 19,9 | 1,4 km | 15,1 % | 32,6 % | +204 m | Kat. 3 |
| km 33,6 | 2,6 km | 10 % | 19,9 % | +260 m | Kat. 3 |
| km 43,9 | 1,5 km | 12 % | 26,8 % | +181 m | Kat. 3 |
| km 51,4 | 1,4 km | 13,7 % | 38,7 % | +185 m | Kat. 3 |
| km 92,7 | 5,8 km | 7,2 % | 22,9 % | +417 m | Kat. 2 |
| km 111,7 | 1,5 km | 14,7 % | 43,5 % | +217 m | Kat. 3 |
Die Anstiegs-Kategorien folgen der Radsport-Konvention und bewerten das Gelände selbst (Länge und Steigung) unabhängig von der Sportart: Kat. 4 bezeichnet die leichtesten bewerteten Anstiege, Kat. 1 die härtesten, HC (hors catégorie, „außerhalb jeder Kategorie“) ist den brutalsten Anstiegen vorbehalten. Kurze Anstiege unterhalb der Kat.-4-Schwelle bleiben unbewertet.
Mit gerade acht Prozent flacher Strecke gibt es hier kein Gelände, auf dem du dich im Laufschritt erholst; fast die Hälfte der Distanz ist steil, bergauf wie bergab. Steuere das Rennen deshalb über die Anstrengung statt über eine Pace, und gehe die steilen Stücke von Anfang an im Wanderschritt.
Die Hauptfalle liegt zweimal im Rennen, und beide Male fühlt es sich leicht an. Der große Block bis Kilometer 10 trifft auf frische Beine, die dort mehr hergeben, als gut für den Rest des Tages ist. Der lange Abstieg ab Kilometer 71 lässt sich dann bequem rollen, nimmt dir aber genau die Oberschenkel, die du für das letzte Viertel brauchst.
Entschieden wird das Rennen zwischen Kilometer 93 und dem Ziel. Der längste Anstieg kommt direkt nach dem tiefsten Punkt, mit allen bisherigen Abstiegen in den Beinen, und nach ihm sind noch ein großer Abstieg und eine steile Rampe offen. Wer ihn in gleichmäßigem Rhythmus hochkommt, kann danach noch laufen. Rechne die vom Veranstalter veröffentlichten Zeitlimits und Verpflegungspunkte vorab auf deine Zielzeit um, damit du weißt, wie viel Puffer du dort hast.

Als Altersklassenathlet bist du hier etwa 18 bis 28 Stunden unterwegs. Das ist eine durchgehend aerobe Belastung, bei der die Beine früher an ihre Grenze kommen als die Lunge: Im ständigen Wechsel aus steil bergauf und steil bergab wird die Muskulatur zum begrenzenden Faktor, nicht die Atmung.
Die rennentscheidende Phase liegt weit hinten, also gehört auch das Training dorthin. Lege in deine längsten Einheiten die Höhenmeter bewusst ans Ende und übe, nach mehreren Stunden noch einen langen Anstieg in gleichmäßigem Rhythmus zu gehen. Lange Doppelwochenenden mit zwei Bergtagen hintereinander bilden die zweite Rennhälfte besser ab als eine einzige Monstereinheit.
Der Abstieg verdient denselben Stellenwert wie der Aufstieg. Am Ende stehen hier mehr Tiefenmeter als Höhenmeter auf der Uhr, und fast ein Viertel der Strecke fällt steil ab. Trainiere steiles Bergablaufen auf ermüdeten Beinen regelmäßig und steigere es früh, dazu Kraftarbeit für die Oberschenkel, damit der lange Abstieg ab Kilometer 71 und die letzte Rampe dich nicht auf einmal treffen.
Der Termin Ende März legt deine umfangreichsten Wochen in den Januar und Februar, plane sie also bewusst und mit Alternativen für die dunklen Monate. Bei dieser Dauer läufst du außerdem einen Teil des Rennens im Dunkeln: Übe mit Stirnlampe, auch müde und bergab. Teste deine Verpflegung über mehr als einen Tag hinweg an der Aufteilung der Verpflegungspunkte, die der Veranstalter zum Rennen bereitstellt.

Lade die Strecke von Georgia Death Race als GPX-Datei für Uhr oder Radcomputer herunter.
Ben verbindet Ziel, Strecke, aktuelle Belastung, Recovery und Kalender. So bleibt dein Plan auf das Rennen ausgerichtet, auch wenn dein Alltag nicht perfekt planbar ist.
Georgia Death Race ist 119,09 km lang. Diese Distanz bestimmt, wie viel Grundlagenausdauer, Tempohärte und Rennspezifik in den Trainingsplan gehören.
Georgia Death Race hat rund 4.858 Höhenmeter auf 119,09 km. Das beeinflusst Pacing, Muskulatur und die Vorbereitung auf späte Rennabschnitte.
Georgia Death Race ist als Hochalpin (Mountainous) eingestuft, im Schnitt 42,2 Höhenmeter pro Kilometer. 8 % der Strecke sind flach, 25 % steigen moderat an (2 bis 6 %) und 21 % sind steiler als 6 %.
Der schwerste Anstieg von Georgia Death Race beginnt bei Kilometer 6,6, ist 4 km lang, steigt im Schnitt 13,2 % an und bringt 524 Höhenmeter. Bewertung nach Radsport-Konvention: Kat. 2. Insgesamt sind 8 Anstiege erfasst.
Nein, Georgia Death Race ist eine Punkt-zu-Punkt-Strecke: Start und Ziel liegen an verschiedenen Orten.
Ja. Die Strecke von Georgia Death Race steht auf dieser Seite als GPX-Datei zum kostenlosen Download bereit — importierbar in Garmin, Wahoo, Komoot, Strava und jede andere App, die GPX liest.
Für Georgia Death Race sollte die Vorbereitung 119,09 km, 4.858 Höhenmeter, aktuelle Belastung und verfügbare Trainingszeit berücksichtigen. Ein adaptiver Plan hilft, Schlüsselreize zu setzen, ohne Erholung und Alltag zu ignorieren.
Die Pacing-Strategie für Georgia Death Race sollte 119,09 km, 4.858 Höhenmeter und dein aktuelles Leistungsniveau einbeziehen. Starte kontrolliert und plane Reserven für Abschnitte ein, in denen das Profil oder die Müdigkeit die Zielpace erschwert.
Georgia Death Race 2027 findet am 27. März 2027 statt.
Georgia Death Race 2027 findet in Blairsville, United States statt.
Die Anmeldung läuft über den Veranstalter: runbumtours.com. YOUB zeigt dir Strecke, Höhenprofil und Trainingsplan für die Vorbereitung.