
Der RET11 ist die kürzeste Distanz des Rureifel-Trails, aber kein Lauf zum Mitrollen: Rund 40 Prozent seiner gut 400 Höhenmeter hängen an einem einzigen Anstieg nach der Streckenmitte. Wer sich vorbereitet, trainiert deshalb weniger Ausdauer als die Fähigkeit, hinter dieser Steigung sofort wieder schnell zu laufen.
Die Runde tastet sich langsam heran. Die Steigung bei Kilometer 1,3 hat kaum mehr als drei Prozent und dient eher dem Warmlaufen, ernst wird es erst bei Kilometer 2,7, wo gut 600 Meter mit knapp elf Prozent warten. Bei Kilometer 5,7 folgt ein kürzerer Aufschwung, der auf 17 Prozent anzieht.
Der Kern liegt ab Kilometer 7,3: 1,8 Kilometer bergauf bei durchschnittlich neun Prozent, im steilsten Stück deutlich über 25 Prozent. Danach bleiben gut zwei Kilometer ohne längere Steigung, bevor es ab Kilometer 11,3 noch einmal 800 Meter sanft nach oben geht. Mit gut vier Prozent lässt sich dieses letzte Stück durchlaufen, und kurz dahinter schließt sich die Runde.
Der RET11 teilt sich den 17. April mit den drei längeren Distanzen und führt wie sie über Trails in der Rureifel. Er ist die einzige Strecke des Tages, auf der Flachstücke wirklich ins Gewicht fallen: Mehr als jeder sechste Meter verläuft eben. Gleichzeitig sind die Abstiege kürzer und steiler als die Anstiege, sodass der Weg nach unten schnell vorbei ist und volle Aufmerksamkeit verlangt.
| Start | Länge | Ø | Max. | Gewinn | Kat. |
|---|---|---|---|---|---|
| km 1,3 | 0,7 km | 3,1 % | 11,1 % | +20 m | — |
| km 2,7 | 0,6 km | 10,8 % | 18,2 % | +68 m | — |
| km 5,7 | 0,7 km | 7,3 % | 17,5 % | +47 m | — |
| km 7,3 | 1,8 km | 9,1 % | 27,6 % | +166 m | Kat. 3 |
| km 11,3 | 0,8 km | 4,2 % | 8,9 % | +35 m | — |
Die Anstiegs-Kategorien folgen der Radsport-Konvention und bewerten das Gelände selbst (Länge und Steigung) unabhängig von der Sportart: Kat. 4 bezeichnet die leichtesten bewerteten Anstiege, Kat. 1 die härtesten, HC (hors catégorie, „außerhalb jeder Kategorie“) ist den brutalsten Anstiegen vorbehalten. Kurze Anstiege unterhalb der Kat.-4-Schwelle bleiben unbewertet.
Über diese Distanz läufst du von Anfang an nah am Limit, die Frage ist nur, wo du dir Luft lässt. Die Antwort heißt Kilometer 2,7: Wer dort an die Grenze geht, bezahlt das in der zweiten Rennhälfte. Geh die ersten beiden ernsten Steigungen fest, aber so, dass du oben sofort wieder Tempo aufnehmen kannst.
Entschieden wird der Lauf am langen Anstieg ab Kilometer 7,3 und auf den zwei Kilometern dahinter. Teile ihn in zwei Hälften, lauf die flacheren Passagen und geh die steilste Rampe mit kurzen, kräftigen Schritten, statt sie im Laufschritt erzwingen zu wollen.
Die typische Falle ist die Kuppe: Viele nehmen oben das Tempo heraus, weil es sich nach Erholung anfühlt. Hier liegen aber Sekunden, die sonst niemand mehr hergibt, denn die letzte Steigung ist flach genug für einen Endspurt, wenn du dafür noch Beine hast.

Rechne mit etwa 1:15 bis 2:00 Stunden. Das ist eine harte, über weite Teile schwellennahe Belastung, immer wieder unterbrochen von Spitzen an den Anstiegen, die kurz in den anaeroben Bereich führen. Die Erholung findet im Laufen statt, nicht im Stehen, und genau das muss der Körper lernen.
Am meisten bringt dir eine Einheit, die den Kern der Strecke nachbaut: Hügelintervalle von sechs bis zehn Minuten, und direkt am Ende jeder Wiederholung fünf Minuten zügig auf ebenem oder leicht fallendem Weg. So trainierst du den Übergang, der ab Kilometer 9 über deine Platzierung bestimmt.
Dazu gehört kurzes, steiles Bergablaufen. Weil die Abstiege hier knapp und steil sind, zählen schnelle Schritte und ein sicherer Fuß mehr als reine Beinkraft. Baue einmal pro Woche einen Lauf auf schmalen Wegen ein, bei dem du bergab bewusst die Schrittfrequenz hochhältst.
Da rund ein Sechstel flach ist, darf auch das Tempotraining nicht fehlen: Zügige Dauerläufe auf Waldwegen halten die Grundgeschwindigkeit hoch, die du auf den schnellen Teilstücken brauchst. Gehe einen Teil der Vorbereitung bewusst in echtem Gelände an, denn am 17. April kommt das Rennen auf Trails, nicht auf Asphalt. Ein Probelauf über 45 Minuten mit einem langen Anstieg in der zweiten Hälfte zeigt dir, wie viel Tempo du dahinter noch abrufen kannst.

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Ben verbindet Ziel, Strecke, aktuelle Belastung, Recovery und Kalender. So bleibt dein Plan auf das Rennen ausgerichtet, auch wenn dein Alltag nicht perfekt planbar ist.
Rureifel-Trail ist 12 km lang. Diese Distanz bestimmt, wie viel Grundlagenausdauer, Tempohärte und Rennspezifik in den Trainingsplan gehören.
Rureifel-Trail hat rund 416 Höhenmeter auf 12 km. Das beeinflusst Pacing, Muskulatur und die Vorbereitung auf späte Rennabschnitte.
Rureifel-Trail ist als Hochalpin (Mountainous) eingestuft, im Schnitt 33,5 Höhenmeter pro Kilometer. 16 % der Strecke sind flach, 30 % steigen moderat an (2 bis 6 %) und 17 % sind steiler als 6 %.
Der schwerste Anstieg von Rureifel-Trail beginnt bei Kilometer 7,3, ist 1,8 km lang, steigt im Schnitt 9,1 % an und bringt 166 Höhenmeter. Bewertung nach Radsport-Konvention: Kat. 3. Insgesamt sind 5 Anstiege erfasst.
Ja, Rureifel-Trail ist als Rundkurs angelegt: Start und Ziel liegen am selben Ort.
Ja. Die Strecke von Rureifel-Trail steht auf dieser Seite als GPX-Datei zum kostenlosen Download bereit — importierbar in Garmin, Wahoo, Komoot, Strava und jede andere App, die GPX liest.
Für Rureifel-Trail sollte die Vorbereitung 12 km, 416 Höhenmeter, aktuelle Belastung und verfügbare Trainingszeit berücksichtigen. Ein adaptiver Plan hilft, Schlüsselreize zu setzen, ohne Erholung und Alltag zu ignorieren.
Die Pacing-Strategie für Rureifel-Trail sollte 12 km, 416 Höhenmeter und dein aktuelles Leistungsniveau einbeziehen. Starte kontrolliert und plane Reserven für Abschnitte ein, in denen das Profil oder die Müdigkeit die Zielpace erschwert.
Rureifel-Trail findet am 17. April 2027 statt.
Rureifel-Trail findet in Kreuzau, Germany statt.
Bei Rureifel-Trail stehen 4 Distanzen zur Wahl — RET11: 12 km; RET22: 22 km; RET44+: 46 km; RET77: 77 km.
Die Anmeldung läuft über den Veranstalter: rureifel-trail.com. YOUB zeigt dir Strecke, Höhenprofil und Trainingsplan für die Vorbereitung.