
Zehnmal dieselbe Runde, und fast nichts davon steigt: Der Southern Tour Ultra in Wilmington, North Carolina, legt seine 100 Meilen auf einen flachen Zehn-Meilen-Kurs aus festem Sand und Singletrail. Schwer macht die Distanz hier nicht das Gelände, sondern die Wiederholung durch die Nacht und die Frage, wie gleichmäßig du bleibst, wenn dich nichts zum Gehen zwingt.
Eine eigene 100-Meilen-Strecke gibt es nicht. Alle Distanzen teilen sich den Zehn-Meilen-Kurs, und du läufst ihn zehnmal hintereinander, jedes Mal zurück an den Ausgangspunkt. Die Höhenmeter kommen in kleinen Portionen zusammen: rund 66 pro Runde, verteilt auf sanfte Wellen, nirgends eine steile Passage. Die 665 Meter sind am Ende nur die Summe vieler kurzer Rhythmuswechsel.
Unter den Füßen liegen festgedrückte Sandwege und Singletrail. Der Sand trägt, gibt aber bei jedem Schritt etwas nach, und auf den schmalen Abschnitten wird der Blick auf den Boden Pflicht. Das Gelände beschreibt der Veranstalter als überwiegend flach mit natürlichem Auf und Ab, und genau so läuft es sich: nie schwierig, nie ganz gleichförmig. Eine Verpflegungsstelle liegt an der Runde, du kommst also einmal je Durchgang an ihr vorbei.
Die Mitte des Januars bringt lange Nächte, und bei Laufzeiten von einem Tag und mehr liegt ein guter Teil der Runden im Dunkeln. Dann wird aus dem bekannten Kurs ein anderer: Wellen und Singletrail erkennst du nur noch im Lichtkegel, und die letzten Durchgänge läufst du auf Beinen, die denselben Boden schon über 100 Kilometer weit getragen haben.
| Start | Länge | Ø | Max. | Gewinn | Kat. |
|---|
Die Anstiegs-Kategorien folgen der Radsport-Konvention und bewerten das Gelände selbst (Länge und Steigung) unabhängig von der Sportart: Kat. 4 bezeichnet die leichtesten bewerteten Anstiege, Kat. 1 die härtesten, HC (hors catégorie, „außerhalb jeder Kategorie“) ist den brutalsten Anstiegen vorbehalten. Kurze Anstiege unterhalb der Kat.-4-Schwelle bleiben unbewertet.
Ohne steile Passagen fällt die übliche Regel weg, nach der du bergauf gehst und bergab Zeit zurückholst. Gehpausen musst du dir hier selbst verordnen, und zwar von der ersten Runde an, solange sie sich noch überflüssig anfühlen. Lege einen festen Rhythmus aus Laufen und Gehen fest und plane zehn gleich teure Runden, keine schnellen frühen und langsamen späten.
Entschieden wird das Rennen ungefähr ab der siebten Runde, nach rund 100 Kilometern auf demselben Boden. Bis dahin hat kein Anstieg die Belastung auf andere Muskeln verlagert, die Beine haben also ohne Abwechslung gearbeitet. Wer dann noch den Rhythmus vom Anfang hält, zieht an denen vorbei, die nur noch gehen.
Die größte Falle steht an der Verpflegungsstelle. Fünf Minuten je Durchgang klingen harmlos, ergeben aber fast eine Stunde, und jeder lange Halt macht das Wiederanlaufen schwerer. Entscheide schon auf dem Weg dorthin, was du brauchst, und verlasse sie im Gehschritt, das Essen noch in der Hand.

Rechne mit etwa 24 bis 32 Stunden. Das ist ein fast durchgehend aerober Dauerlauf ohne Belastungsspitzen, und begrenzt wird er nicht von der Kraft am Berg, sondern davon, wie lange Beine, Haltung und Magen dieselbe Aufgabe aushalten.
Die späten Runden bereitest du mit zwei langen Einheiten an aufeinanderfolgenden Tagen vor, die zweite auf müden Beinen, auf flachem Gelände und im Lauf-Geh-Rhythmus des Rennens. Weil sich die Belastung am Renntag kaum ändert, ist die Gleichförmigkeit selbst der Trainingsreiz: Lauf einen Teil deiner langen Einheiten als Wiederholung derselben Runde, mit einem Stopp pro Durchgang. So übst du die kurzen Halte und auch den Kopf, der in Runde acht nicht mehr aufhören soll, Kilometer zu zählen.
Der Boden verlangt eigene Vorbereitung. Sandwege und Singletrail fordern Füße und Waden anders als Asphalt, also verlege die langen Läufe auf weichen Untergrund, wo immer du welchen findest, und teste dort auch die Schuhe, die du über die ganze Distanz tragen willst.
Mindestens zwei lange Läufe gehören in die Dunkelheit, mit der Stirnlampe vom Renntag und auf schmalen Pfaden. Das ist bei diesem Termin leicht einzurichten: Deine längsten Einheiten fallen in November und Dezember, also in die Wochen mit den kürzesten Tagen. Iss dabei nach Plan, auch wenn du keinen Hunger hast, denn nachts entscheidet die Verpflegung darüber, ob du weiterläufst.

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Ben verbindet Ziel, Strecke, aktuelle Belastung, Recovery und Kalender. So bleibt dein Plan auf das Rennen ausgerichtet, auch wenn dein Alltag nicht perfekt planbar ist.
Southern Tour Ultra ist 160,93 km lang. Diese Distanz bestimmt, wie viel Grundlagenausdauer, Tempohärte und Rennspezifik in den Trainingsplan gehören.
Southern Tour Ultra hat rund 665 Höhenmeter auf 160,93 km. Das beeinflusst Pacing, Muskulatur und die Vorbereitung auf späte Rennabschnitte.
Southern Tour Ultra ist als Flach eingestuft, im Schnitt 4,1 Höhenmeter pro Kilometer. 71 % der Strecke sind flach, 15 % steigen moderat an (2 bis 6 %) und 0 % sind steiler als 6 %.
Ja, Southern Tour Ultra ist als Rundkurs angelegt: Start und Ziel liegen am selben Ort.
Ja. Die Strecke von Southern Tour Ultra steht auf dieser Seite als GPX-Datei zum kostenlosen Download bereit — importierbar in Garmin, Wahoo, Komoot, Strava und jede andere App, die GPX liest.
Für Southern Tour Ultra sollte die Vorbereitung 160,93 km, 665 Höhenmeter, aktuelle Belastung und verfügbare Trainingszeit berücksichtigen. Ein adaptiver Plan hilft, Schlüsselreize zu setzen, ohne Erholung und Alltag zu ignorieren.
Die Pacing-Strategie für Southern Tour Ultra sollte 160,93 km, 665 Höhenmeter und dein aktuelles Leistungsniveau einbeziehen. Starte kontrolliert und plane Reserven für Abschnitte ein, in denen das Profil oder die Müdigkeit die Zielpace erschwert.
Southern Tour Ultra findet am 15. Januar 2027 statt.
Southern Tour Ultra findet in Wilmington, United States statt.
Bei Southern Tour Ultra stehen 3 Distanzen zur Wahl — 100 Mile: 160,93 km; 50 Mile: 80,47 km; 50K: 50 km.
Die Anmeldung läuft über den Veranstalter: southerntourultra.com. YOUB zeigt dir Strecke, Höhenprofil und Trainingsplan für die Vorbereitung.