
Die Marathonstrecke des Hohe Winde Trail führt von Büsserach durch das Schwarzbubenland und berührt auf ihrer Runde durch den Jura drei Kantone. Der schwerste Block steht gleich am Anfang, der letzte große Abstieg ganz am Schluss: Wer sich hierauf vorbereitet, trainiert dafür, nach einem harten Auftakt auch die zweite Rennhälfte noch laufen zu können.
Die Runde beginnt in Büsserach auf gut 400 Metern und lässt dir kaum Zeit zum Warmlaufen. Nach einem Kilometer setzt der erste lange Anstieg ein, zweieinhalb Kilometer mit fast zehn Prozent, und bis Kilometer 13 folgen drei weitere. Am härtesten wird es ab Kilometer 8 auf einer sehr steilen Rampe von knapp einem Kilometer. Kurz darauf folgt das Herzstück: Zwei Kilometer mit 14 Prozent führen auf rund 1.150 Meter.
Danach fällt die Strecke unter 900 Meter, bleibt aber hoch: Bis Kilometer 21 läuft sie wellig um die 950 Meter, bevor anderthalb steile Kilometer dich in den höchsten Abschnitt des Kurses auf rund 1.200 Metern bringen. Von dort verliert sie über sieben Kilometer gut 300 Höhenmeter. Zwei kurze Aufschwünge ab Kilometer 30 und 35,5 unterbrechen den Weg nach unten, die letzten viereinhalb Kilometer fallen dann fast durchgehend nach Büsserach ab.
Einen einzelnen Gipfel, auf den alles zuläuft, gibt es hier nicht. Der Lauf reiht Punkte im Jura aneinander: Birgel, Welschgätterli, Trogberg, Rotmättli, Lingenberg und zuletzt die Ruine Thierstein, bevor es zurück nach Büsserach geht. Unterwegs wechselst du zwischen den Kantonen Solothurn, Jura und Basel-Landschaft, ein gutes Bild dafür, wie weit diese Schleife durch die Nordwestschweiz ausholt.
| Start | Länge | Ø | Max. | Gewinn | Kat. |
|---|---|---|---|---|---|
| km 0,9 | 2,6 km | 9,9 % | 20,6 % | +252 m | Kat. 3 |
| km 3,8 | 1,9 km | 9,9 % | 32,7 % | +185 m | Kat. 3 |
| km 8 | 0,9 km | 17,7 % | 28,4 % | +159 m | Kat. 4 |
| km 10,6 | 2 km | 14,1 % | 25,4 % | +283 m | Kat. 3 |
| km 15,7 | 1,2 km | 5,5 % | 11,8 % | +66 m | — |
| km 20,9 | 1,5 km | 13,4 % | 23,8 % | +198 m | Kat. 3 |
| km 30,4 | 0,8 km | 11,7 % | 32,8 % | +94 m | Kat. 4 |
| km 35,6 | 0,6 km | 13,3 % | 22,4 % | +80 m | — |
Die Anstiegs-Kategorien folgen der Radsport-Konvention und bewerten das Gelände selbst (Länge und Steigung) unabhängig von der Sportart: Kat. 4 bezeichnet die leichtesten bewerteten Anstiege, Kat. 1 die härtesten, HC (hors catégorie, „außerhalb jeder Kategorie“) ist den brutalsten Anstiegen vorbehalten. Kurze Anstiege unterhalb der Kat.-4-Schwelle bleiben unbewertet.
Fast die Hälfte aller Höhenmeter dieser Runde liegt in den vier Anstiegen der ersten 13 Kilometer. Geh sie so an, dass du dort das Gefühl hast, zu wenig zu tun. Die Rampen ab Kilometer 8 und 10,6 sind bei 14 bis 18 Prozent für die meisten Läufer Gehpassagen, und kräftiges Gehen kostet dort deutlich weniger als ein erzwungener Laufschritt, ohne nennenswert Zeit zu verlieren.
Entschieden wird das Rennen zwischen Kilometer 21 und 30. Der Anstieg zum höchsten Punkt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Auftakt in den Beinen sitzt, und der folgende Abstieg ist die längste Strecke, auf der du noch rund laufen kannst. Wer hier oben Rhythmus findet, macht auf diesen neun Kilometern mehr gut als auf allen frühen Rampen zusammen.
Die Falle liegt bergab. Mehr als ein Fünftel des Kurses fällt steil, und wer die ersten Gefälle mit harten Bremsschritten oder zu viel Übermut läuft, zahlt ganz am Ende: Die rund 340 Höhenmeter hinunter nach Büsserach treffen auf Oberschenkel, die schon über 39 Kilometer hinter sich haben.

Altersklassenläufer sind hier etwa 5:30 bis 8 Stunden unterwegs. Das ist eine lange aerobe Belastung, die aber kaum gleichmäßig verläuft: Nur ein kleiner Teil der Strecke ist flach, der Rest wechselt zwischen Steigen und Bergablaufen, mit harten Spitzen an den steilen Rampen und aktiver Erholung dazwischen.
Der Kurs stellt zwei Fragen, die du getrennt trainieren solltest. Die erste lautet, ob du lange Anstiege von zehn bis fünfzehn Prozent wiederholt bewältigst, ohne die Reserven der zweiten Hälfte anzugreifen. Dafür eignen sich Bergeinheiten an steilen Hängen mit Wiederholungen von zehn bis zwanzig Minuten, gemischt aus Laufen und kräftigem Gehen. Übe das Gehen bewusst, denn du wirst es am Renntag brauchen.
Die zweite Frage betrifft die Oberschenkel im letzten Drittel. Lange Läufe mit vielen Höhenmetern sollten deshalb nicht nach dem letzten Anstieg enden, sondern mit einem langen Gefälle, das du auf müden Beinen sauber und locker läufst. Das bereitet dich direkter auf den Schluss nach Büsserach vor als weitere flache Kilometer. Zwei lange Einheiten an aufeinanderfolgenden Tagen helfen, die Dauer des Rennens zu erreichen, ohne eine einzelne Einheit zu überziehen.
Der Termin am 20. März legt die entscheidenden Wochen in den Januar und Februar. Plane deshalb früh, wo du in dieser Zeit steile Anstiege und lange Abstiege findest, denn beides lässt sich nicht durch Ebene ersetzen. Teste bei den längsten Läufen auch deine Verpflegung, weil du sie über so viele Stunden am Berg zuverlässig vertragen musst.

Lade die Strecke von Hohe Winde Trail als GPX-Datei für Uhr oder Radcomputer herunter.
Ben verbindet Ziel, Strecke, aktuelle Belastung, Recovery und Kalender. So bleibt dein Plan auf das Rennen ausgerichtet, auch wenn dein Alltag nicht perfekt planbar ist.
Hohe Winde Trail ist 43,7 km lang. Diese Distanz bestimmt, wie viel Grundlagenausdauer, Tempohärte und Rennspezifik in den Trainingsplan gehören.
Hohe Winde Trail hat rund 1.831 Höhenmeter auf 43,7 km. Das beeinflusst Pacing, Muskulatur und die Vorbereitung auf späte Rennabschnitte.
Hohe Winde Trail ist als Hochalpin (Mountainous) eingestuft, im Schnitt 41,9 Höhenmeter pro Kilometer. 9 % der Strecke sind flach, 22 % steigen moderat an (2 bis 6 %) und 22 % sind steiler als 6 %.
Der schwerste Anstieg von Hohe Winde Trail beginnt bei Kilometer 10,6, ist 2 km lang, steigt im Schnitt 14,1 % an und bringt 283 Höhenmeter. Bewertung nach Radsport-Konvention: Kat. 3. Insgesamt sind 8 Anstiege erfasst.
Ja, Hohe Winde Trail ist als Rundkurs angelegt: Start und Ziel liegen am selben Ort.
Ja. Die Strecke von Hohe Winde Trail steht auf dieser Seite als GPX-Datei zum kostenlosen Download bereit — importierbar in Garmin, Wahoo, Komoot, Strava und jede andere App, die GPX liest.
Für Hohe Winde Trail sollte die Vorbereitung 43,7 km, 1.831 Höhenmeter, aktuelle Belastung und verfügbare Trainingszeit berücksichtigen. Ein adaptiver Plan hilft, Schlüsselreize zu setzen, ohne Erholung und Alltag zu ignorieren.
Die Pacing-Strategie für Hohe Winde Trail sollte 43,7 km, 1.831 Höhenmeter und dein aktuelles Leistungsniveau einbeziehen. Starte kontrolliert und plane Reserven für Abschnitte ein, in denen das Profil oder die Müdigkeit die Zielpace erschwert.
Hohe Winde Trail findet am 20. März 2027 statt.
Hohe Winde Trail findet in Büsserach, Switzerland statt.
Bei Hohe Winde Trail stehen 2 Distanzen zur Wahl — Hohe Winde Trail Marathon: 43,7 km; Hohe Winde Trail Halbmarathon: 23,1 km.
Die Anmeldung läuft über den Veranstalter: hohe-winde.run. YOUB zeigt dir Strecke, Höhenprofil und Trainingsplan für die Vorbereitung.