
Die Lake Stage eröffnet den Kaslo Wild Ultra am Freitag und ist mit zehn Kilometern die kürzeste der drei Etappen. Ihr Zuschnitt ist simpel: flach hinaus, ein einziger steiler Berg, flach zurück. Wie du diesen Berg läufst, bestimmt deine Zeit und, wenn du eine der Challenges bestreitest, auch den Zustand deiner Beine für den Rest des Wochenendes.
Die Runde beginnt auf rund 550 Metern und verläuft gut zwei Kilometer praktisch eben, bevor sie sich langsam hebt. Kurz vor Kilometer 3 setzt der Anstieg ein, der diese Etappe ausmacht: 263 Höhenmeter auf zwei Kilometern, und er wird nach oben hin härter. Fast 200 davon fallen auf den letzten Kilometer zum höchsten Punkt auf gut 820 Metern.
Bergab geht es ohne Übergang: Knapp 190 Meter verliert die Strecke in den ersten drei Vierteln eines Kilometers, danach läuft sie flacher aus und ist bei Kilometer 7,6 wieder unten. Den Rest der Runde bleibt es eben bis zurück zum Ausgangspunkt.
Unter den Füßen wechseln sich Singletrail und breite Schotterwege ab, dazu kommen rund anderthalb Kilometer Straße. Gut vier der zehn Kilometer sind flach, und das unterscheidet den Freitag vom restlichen Wochenende: Hier kannst du wirklich laufen, während die Mountain Stage am Samstag durch raues Berggelände führt. Für beide Challenges ist die Lake Stage der Auftakt, für die 32 Kilometer der Half Wild Challenge ebenso wie für die 85 Kilometer der Full Wild Challenge.
| Start | Länge | Ø | Max. | Gewinn | Kat. |
|---|---|---|---|---|---|
| km 2,3 | 0,4 km | 4,9 % | 9,6 % | +20 m | — |
| km 2,9 | 2 km | 13,1 % | 40,2 % | +263 m | Kat. 3 |
Die Anstiegs-Kategorien folgen der Radsport-Konvention und bewerten das Gelände selbst (Länge und Steigung) unabhängig von der Sportart: Kat. 4 bezeichnet die leichtesten bewerteten Anstiege, Kat. 1 die härtesten, HC (hors catégorie, „außerhalb jeder Kategorie“) ist den brutalsten Anstiegen vorbehalten. Kurze Anstiege unterhalb der Kat.-4-Schwelle bleiben unbewertet.
Teile die Etappe in drei Rennen: flacher Anlauf, Berg, flacher Auslauf. Den ersten Teil läufst du zügig, aber klar unter dem Tempo, das du auf zehn flachen Straßenkilometern anschlagen würdest. Die Beine sollen unten am Anstieg noch ruhig sein, denn wer hier schon Luft holen muss, hat das Beste verschenkt.
Entschieden wird die Etappe auf dem zweiten Kilometer des Anstiegs. Bei rund 20 Prozent ist kräftiges Gehen für die meisten schneller und billiger als Joggen, also miss die Anstrengung und ignoriere die Uhr. Oben sollst du noch in der Lage sein, sofort wieder zu laufen.
Die Falle liegt direkt hinter dem höchsten Punkt. Das steile Stück bergab lädt dazu ein, mit den Oberschenkeln zu bremsen oder sich ungebremst fallen zu lassen, und beides rächt sich: im Flachen danach, wo die letzten zwei Kilometer plötzlich schwer werden, und in einer Challenge erst recht, weil die nächste Etappe genau diese Muskeln braucht. In der Full Wild Challenge steht schon am Samstag ein Bergtag an. Lass bergab lieber ein paar Sekunden liegen.

Altersklassenläufer sind auf dieser Etappe etwa 1:00 bis 1:30 Stunden unterwegs. Trotz der kurzen Distanz ist das keine gleichmäßige Belastung: Zwei flache, aerobe Abschnitte rahmen zwanzig bis dreißig harte Minuten am Berg und einen Abstieg, der vor allem die Muskulatur fordert.
Die wichtigste Einheit sind lange Bergintervalle. Such dir eine Steigung im zweistelligen Bereich und arbeite auf Wiederholungen von zehn bis fünfzehn Minuten hin, in denen du den Wechsel zwischen Laufen und schnellem Gehen übst. Weil der Anstieg nach oben steiler wird, sollte auch die Einheit hinten härter sein als vorne, mit dem letzten Abschnitt jeder Wiederholung an der steilsten Stelle.
Der Abstieg verlangt eigene Vorbereitung. Lauf steile Passagen auf Singletrail und Schotter kontrolliert bergab, mit kurzen, schnellen Schritten, und häng direkt danach ein paar flache Kilometer in einem zügigen Tempo an. Genau dieser Übergang von der Bremsarbeit zum flachen Laufen kostet auf den letzten zwei Kilometern Zeit, und er lässt sich trainieren.
Startest du in einer der Challenges, baue vor dem Renntag einige Wochenenden mit aufeinanderfolgenden Einheiten ein: am ersten Tag ein kurzer, harter Berglauf wie dieser, am Folgetag oder einen Tag später die längere Einheit. In der Half Wild Challenge liegt ein freier Tag dazwischen, in der Full Wild Challenge folgen die 53 Kilometer direkt am nächsten Morgen. So lernst du, wie viel dich der Freitag wirklich kostet.

Lade die Strecke von Kaslo Wild Ultra als GPX-Datei für Uhr oder Radcomputer herunter.
Ben verbindet Ziel, Strecke, aktuelle Belastung, Recovery und Kalender. So bleibt dein Plan auf das Rennen ausgerichtet, auch wenn dein Alltag nicht perfekt planbar ist.
Kaslo Wild Ultra ist 10 km lang. Diese Distanz bestimmt, wie viel Grundlagenausdauer, Tempohärte und Rennspezifik in den Trainingsplan gehören.
Kaslo Wild Ultra hat rund 322 Höhenmeter auf 10 km. Das beeinflusst Pacing, Muskulatur und die Vorbereitung auf späte Rennabschnitte.
Kaslo Wild Ultra ist als Hochalpin (Mountainous) eingestuft, im Schnitt 33,6 Höhenmeter pro Kilometer. 25 % der Strecke sind flach, 25 % steigen moderat an (2 bis 6 %) und 12 % sind steiler als 6 %.
Der schwerste Anstieg von Kaslo Wild Ultra beginnt bei Kilometer 2,9, ist 2 km lang, steigt im Schnitt 13,1 % an und bringt 263 Höhenmeter. Bewertung nach Radsport-Konvention: Kat. 3. Insgesamt sind 2 Anstiege erfasst.
Ja, Kaslo Wild Ultra ist als Rundkurs angelegt: Start und Ziel liegen am selben Ort.
Ja. Die Strecke von Kaslo Wild Ultra steht auf dieser Seite als GPX-Datei zum kostenlosen Download bereit — importierbar in Garmin, Wahoo, Komoot, Strava und jede andere App, die GPX liest.
Für Kaslo Wild Ultra sollte die Vorbereitung 10 km, 322 Höhenmeter, aktuelle Belastung und verfügbare Trainingszeit berücksichtigen. Ein adaptiver Plan hilft, Schlüsselreize zu setzen, ohne Erholung und Alltag zu ignorieren.
Die Pacing-Strategie für Kaslo Wild Ultra sollte 10 km, 322 Höhenmeter und dein aktuelles Leistungsniveau einbeziehen. Starte kontrolliert und plane Reserven für Abschnitte ein, in denen das Profil oder die Müdigkeit die Zielpace erschwert.
Kaslo Wild Ultra findet am 9. Juli 2027 statt.
Kaslo Wild Ultra findet in Kaslo, Canada statt.
Bei Kaslo Wild Ultra stehen 5 Distanzen zur Wahl — Lake Stage: 10 km; Mountain Stage: 53 km; River Stage: 22 km; Full Wild Challenge: 85 km; Half Wild Challenge: 32 km.
Die Anmeldung läuft über den Veranstalter: kaslowildultra.com. YOUB zeigt dir Strecke, Höhenprofil und Trainingsplan für die Vorbereitung.