
The Divide 200 ist das 200-Meilen-Rennen Westkanadas: 322 Kilometer durch die südlichen kanadischen Rocky Mountains, auf Trails aller Art und stellenweise ganz ohne Weg. Du bereitest dich hier nicht auf einen langen Wettkampf vor, sondern auf die meiste Zeit von vier Tagen in Bewegung, mit Schlaf als eigener Disziplin und Checkpoints, die weit auseinanderliegen.
Die Strecke liegt in der Region Castle-Crowsnest in Alberta und hat keinen einheitlichen Charakter unter den Füßen: Alle Arten von Trails wechseln sich ab, dazu kommen weglose Passagen. Die Linie ist trotzdem vorgegeben und markiert, du suchst dir also keinen eigenen Weg durchs Gelände, musst aber auch dort sauber bleiben, wo kein Pfad mehr trägt. Checkpoints folgen meist alle 20 bis 40 Kilometer, und die genaue Führung kann sich bis zum Renntag noch ändern.
Die steilsten langen Rampen kommen früh. Nach einem ruhigen Auftakt auf rund 1.400 Metern zieht ab Kilometer 14,5 das Gelände auf zwei Kilometern mit fast 20 Prozent an, und bis über Kilometer 20 hinaus bleibt es hart, bis du auf mehr als 2.200 Metern stehst. Bei Kilometer 53,5 folgt der größte einzelne Anstieg des Rennens: dreieinhalb Kilometer mit gut 21 Prozent, über 700 Höhenmeter in einem Zug.
Danach verteilt sich die Arbeit. Mehr als die Hälfte der rund 11.400 Höhenmeter steckt nicht in großen Bergen, sondern in zahllosen kürzeren Wellen. Steile Stiche warten noch um Kilometer 139 und 176, eine gut vier Kilometer lange Steigung bei Kilometer 237. Zwischen Kilometer 266 und 275 kommen zwei Anstiege dicht hintereinander, bevor die letzten Kilometer zurück auf rund 1.400 Meter führen.
| Start | Länge | Ø | Max. | Gewinn | Kat. |
|---|---|---|---|---|---|
| km 14,5 | 2 km | 19,5 % | 34,7 % | +380 m | Kat. 2 |
| km 19,4 | 1,1 km | 25,8 % | 39,2 % | +283 m | Kat. 3 |
| km 53,5 | 3,5 km | 21,6 % | 35,7 % | +744 m | Kat. 1 |
| km 139,1 | 1,2 km | 22,8 % | 39,1 % | +268 m | Kat. 3 |
| km 175,9 | 3,1 km | 12,8 % | 31,2 % | +396 m | Kat. 2 |
| km 237,2 | 4,1 km | 6,7 % | 15,1 % | +271 m | Kat. 3 |
| km 266,4 | 2,8 km | 11 % | 23,4 % | +308 m | Kat. 3 |
| km 271 | 3,9 km | 10,9 % | 24 % | +422 m | Kat. 2 |
Die Anstiegs-Kategorien folgen der Radsport-Konvention und bewerten das Gelände selbst (Länge und Steigung) unabhängig von der Sportart: Kat. 4 bezeichnet die leichtesten bewerteten Anstiege, Kat. 1 die härtesten, HC (hors catégorie, „außerhalb jeder Kategorie“) ist den brutalsten Anstiegen vorbehalten. Kurze Anstiege unterhalb der Kat.-4-Schwelle bleiben unbewertet.
Das Limit von 100 Stunden entspricht über alles gerechnet gut drei Kilometern pro Stunde, und darin steckt jede Pause, jede Mahlzeit und jeder Schlaf. Rechne deshalb nicht in Kilometerzeiten, sondern in Abschnitten von Checkpoint zu Checkpoint, und lege vorab fest, wann du schläfst, statt zu warten, bis die Müdigkeit es für dich entscheidet.
Die Hauptfalle sind die ersten 60 Kilometer. Die Rampen ab Kilometer 14,5 und der große Anstieg bei Kilometer 53,5 treffen dich mit frischen Beinen, und genau deshalb fühlt sich ein zügiges Tempo dort billig an. Es ist das Gegenteil: Wer hier über 20 Prozent schiebt, statt ruhig zu steigen, kassiert die Rechnung erst am dritten Tag, in den Abstiegen.
Entschieden wird das Rennen im letzten Viertel. Die Anstiege ab Kilometer 237 sind mit sieben bis elf Prozent deutlich weniger steil als die frühen, also gehbar in gleichmäßigem Rhythmus. Wer dort noch zügig marschieren kann, gewinnt Stunden auf alle, die nur noch Schritt für Schritt nach oben kommen.

Rechne als Altersklassenathlet mit 80 bis 100 Stunden, also mit fast dem gesamten Limit. Die Belastung ist fast durchgehend aerob und überwiegend gehend; harte Spitzen entstehen hier nur, wenn du sie dir selbst an den steilen Rampen einhandelst. Dein Trainingsziel ist nicht Tempo, sondern die Fähigkeit, über Tage hinweg weiterzulaufen, zu essen und zu funktionieren.
Das Fundament sind lange Wochenenden mit zwei oder drei Tagen hintereinander im Gelände, gelegt in die Monate vor Mitte August. Baue dazu steiles Bergaufgehen mit Rucksack ein, auf Rampen ab 15 Prozent oder am Laufband mit maximaler Neigung, denn die großen Anstiege werden gegangen, nicht gelaufen. Abwärts braucht es genauso viel Arbeit: Abstiege machen ebenso viele Höhenmeter aus wie Anstiege, und gut 40 Prozent des Weges führen bergab. Trainiere sie gezielt auf müden Beinen.
Weil die Strecke auch weglos verläuft, gehört unebenes Gelände ohne Pfad in jede lange Einheit, damit Knöchel und Konzentration das über viele Stunden aushalten. Bei 20 bis 40 Kilometern zwischen den Checkpoints bist du in steilem Terrain leicht einen halben Tag allein unterwegs: Übe, Essen und Flüssigkeit für solche Etappen zu tragen, und finde heraus, was du nach zwei Tagen noch herunterbekommst.
Schlafmangel lässt sich nur bedingt trainieren, aber du kannst ihn proben. Mindestens eine Einheit sollte durch die Nacht gehen, am besten mit einem kurzen Schlafblock mittendrin, damit du weißt, wie lange du wirklich brauchst und wie du danach wieder in Gang kommst.

Lade die Strecke von The Divide 200 als GPX-Datei für Uhr oder Radcomputer herunter.
Ben verbindet Ziel, Strecke, aktuelle Belastung, Recovery und Kalender. So bleibt dein Plan auf das Rennen ausgerichtet, auch wenn dein Alltag nicht perfekt planbar ist.
The Divide 200 ist 322 km lang. Diese Distanz bestimmt, wie viel Grundlagenausdauer, Tempohärte und Rennspezifik in den Trainingsplan gehören.
The Divide 200 hat rund 11.402 Höhenmeter auf 322 km. Das beeinflusst Pacing, Muskulatur und die Vorbereitung auf späte Rennabschnitte.
The Divide 200 ist als Hochalpin (Mountainous) eingestuft, im Schnitt 36,6 Höhenmeter pro Kilometer. 12 % der Strecke sind flach, 28 % steigen moderat an (2 bis 6 %) und 17 % sind steiler als 6 %.
Der schwerste Anstieg von The Divide 200 beginnt bei Kilometer 53,5, ist 3,5 km lang, steigt im Schnitt 21,6 % an und bringt 744 Höhenmeter. Bewertung nach Radsport-Konvention: Kat. 1. Insgesamt sind 8 Anstiege erfasst.
Ja, The Divide 200 ist als Rundkurs angelegt: Start und Ziel liegen am selben Ort.
Ja. Die Strecke von The Divide 200 steht auf dieser Seite als GPX-Datei zum kostenlosen Download bereit — importierbar in Garmin, Wahoo, Komoot, Strava und jede andere App, die GPX liest.
Für The Divide 200 sollte die Vorbereitung 322 km, 11.402 Höhenmeter, aktuelle Belastung und verfügbare Trainingszeit berücksichtigen. Ein adaptiver Plan hilft, Schlüsselreize zu setzen, ohne Erholung und Alltag zu ignorieren.
Die Pacing-Strategie für The Divide 200 sollte 322 km, 11.402 Höhenmeter und dein aktuelles Leistungsniveau einbeziehen. Starte kontrolliert und plane Reserven für Abschnitte ein, in denen das Profil oder die Müdigkeit die Zielpace erschwert.
The Divide 200 findet am 16. August 2027 statt.
The Divide 200 findet in Pincher Creek No. 9, Canada statt.
Bei The Divide 200 stehen 2 Distanzen zur Wahl — The Divide 200: 322 km; The Divide 100k: 112 km.
Die Anmeldung läuft über den Veranstalter: sinistersports.ca. YOUB zeigt dir Strecke, Höhenprofil und Trainingsplan für die Vorbereitung.