
Beim TronFjellet Ultra zeigt dir niemand den Weg: Rund um den Østkjølen bei Alvdal gibt es keine Markierung, nur deinen GPS-Track, und versorgen musst du dich selbst. Knapp 50 Kilometer über Fels und weglose Abschnitte verlangen deshalb neben Bergbeinen vor allem eines, nämlich sichere Navigation in müdem Zustand.
Die Strecke kehrt als Runde an ihren Ausgangspunkt zurück, ihre Härte ist aber ungleich verteilt. Die ersten gut 23 Kilometer bleiben unter 1.000 Metern und gehen trotzdem ständig auf und ab. Der deutlichste Aufschwung kommt ab Kilometer 16,5, wo auf knapp anderthalb Kilometern 224 Höhenmeter warten.
Ab Kilometer 23,5 wird das Auf und Ab zu einer Treppe nach oben. Ein langer Anstieg bringt auf 3,6 Kilometern 555 Höhenmeter, bei Kilometer 28 folgt ein kurzes Stück mit fast 30 Prozent, kurz darauf zwei weitere steile Rampen. Der letzte große Aufstieg beginnt bei Kilometer 32,7 und endet nach rund 35 Kilometern am höchsten Punkt auf gut 1.600 Metern. Danach verliert die Strecke in knapp acht Kilometern fast 900 Höhenmeter, bevor sechs wellige Kilometer zum Ziel führen.
Was diesen Lauf ausmacht, ist das Gelände und die Verantwortung dafür. Weglose Passagen wechseln mit technischem Fels und steilen Abstiegen, oben stehst du im exponierten Hochgebirge, wo das Wetter schnell umschlagen kann. Du folgst allein dem GPS-Track, trägst alles Nötige selbst und teilst die Strecke mit höchstens 24 anderen, einen Vordermann zum Hinterherlaufen solltest du also nicht einplanen.
| Start | Länge | Ø | Max. | Gewinn | Kat. |
|---|---|---|---|---|---|
| km 13,3 | 0,6 km | 17,7 % | 53,5 % | +102 m | Kat. 4 |
| km 16,5 | 1,4 km | 16,3 % | 25,3 % | +224 m | Kat. 3 |
| km 19,7 | 0,8 km | 9,2 % | 14,7 % | +69 m | — |
| km 23,5 | 3,6 km | 15,3 % | 55,9 % | +555 m | Kat. 2 |
| km 27,7 | 0,9 km | 29,5 % | 69,8 % | +266 m | Kat. 3 |
| km 31 | 0,4 km | 29,6 % | 93 % | +118 m | Kat. 4 |
| km 31,6 | 0,4 km | 22,9 % | 63,7 % | +86 m | Kat. 4 |
| km 32,7 | 2,9 km | 16,1 % | 27,5 % | +463 m | Kat. 2 |
Die Anstiegs-Kategorien folgen der Radsport-Konvention und bewerten das Gelände selbst (Länge und Steigung) unabhängig von der Sportart: Kat. 4 bezeichnet die leichtesten bewerteten Anstiege, Kat. 1 die härtesten, HC (hors catégorie, „außerhalb jeder Kategorie“) ist den brutalsten Anstiegen vorbehalten. Kurze Anstiege unterhalb der Kat.-4-Schwelle bleiben unbewertet.
Plane diesen Tag nach Stunden, nicht nach Kilometerschnitt: Auf Fels und weglosem Boden sagt dir die Pace wenig. Die ersten 23 Kilometer haben genug Höhenmeter, um dich leise zu ermüden, liefern aber noch keine Entscheidung. Geh sie so an, dass du regelmäßig essen kannst und jede Richtungsänderung auf der Uhr in Ruhe prüfst.
Entschieden wird der Lauf zwischen Kilometer 23,5 und dem höchsten Punkt, wo du über gut 1.000 Höhenmeter netto gewinnst. Die Rampen um 30 Prozent sind Gehstrecke, und zwar in einem Rhythmus, den du bis zum letzten Aufstieg halten kannst. Komm oben mit Reserven an: Bei einem Wetterumschwung im exponierten Gelände brauchst du Kraft, um dich anzuziehen, zu essen und klar zu denken.
Die größte Falle ist der lange Abstieg danach. Fast 900 Höhenmeter nach 35 Kilometern verleiten dazu, Zeit zurückzuholen, doch müde Füße treffen auf Fels schlecht, und eine verpasste Abzweigung kostet mehr als jede langsame Minute. Schau bergab öfter auf den Track, als dir nötig erscheint. Und rechne unten nicht mit dem Ende: Die Schlusskilometer gehen noch einmal auf und ab.

Rechne als erfahrene Trailläuferin oder erfahrener Trailläufer mit etwa zehn bis sechzehn Stunden, mit deutlich mehr, wenn die Navigation stockt. Das ist eine lange, überwiegend aerobe Belastung, in der steiles Gehen viele Stunden ausmacht. Dein Limit ist dabei weniger die Ausdauer als die Muskelarbeit im steilen Gelände, bergauf wie bergab.
Bau dein Training um lange Bergtage auf, bei denen die meisten Höhenmeter hinten liegen. Die Strecke verlangt ihre schwerste Kletterarbeit nach mehr als 20 Kilometern, also übe genau das: erst stundenlang ruhig laufen, dann mehrere steile Aufstiege in Folge zügig hinaufgehen. Sehr steile Hänge sind eine eigene Fähigkeit, die flache Tempoeinheiten nicht ersetzen.
Der lange Abstieg vom höchsten Punkt braucht Vorbereitung für die Oberschenkel und für die Füße. Lauf viele Höhenmeter bergab, gern am Ende langer Einheiten, und ergänze Krafttraining für Beine und Rumpf. Such dir dafür Fels und unruhigen, weglosen Boden, denn auf Forstwegen lernst du weder Trittsicherheit noch Fußarbeit im müden Zustand.
Am wichtigsten ist die Selbstständigkeit. Lauf unmarkierte Strecken nach Track auf der Uhr, auch abseits von Wegen und bei schlechter Sicht, bis du Fehler früh bemerkst. Trainiere mit dem Rucksack, den du am 18. September tragen wirst, iss und trink daraus über viele Stunden, und teste deine Kleidung bei Nässe und Wind. Wer die 24 Stunden ausschöpfen könnte, übt zudem das Navigieren im Dunkeln.

Lade die Strecke von TronFjellet Ultra 2027 als GPX-Datei für Uhr oder Radcomputer herunter.
Ben verbindet Ziel, Strecke, aktuelle Belastung, Recovery und Kalender. So bleibt dein Plan auf das Rennen ausgerichtet, auch wenn dein Alltag nicht perfekt planbar ist.
TronFjellet Ultra 2027 ist 50 km lang. Diese Distanz bestimmt, wie viel Grundlagenausdauer, Tempohärte und Rennspezifik in den Trainingsplan gehören.
TronFjellet Ultra 2027 hat rund 2.877 Höhenmeter auf 50 km. Das beeinflusst Pacing, Muskulatur und die Vorbereitung auf späte Rennabschnitte.
TronFjellet Ultra 2027 ist als Hochalpin (Mountainous) eingestuft, im Schnitt 58,4 Höhenmeter pro Kilometer. 20 % der Strecke sind flach, 14 % steigen moderat an (2 bis 6 %) und 22 % sind steiler als 6 %.
Der schwerste Anstieg von TronFjellet Ultra 2027 beginnt bei Kilometer 23,5, ist 3,6 km lang, steigt im Schnitt 15,3 % an und bringt 555 Höhenmeter. Bewertung nach Radsport-Konvention: Kat. 2. Insgesamt sind 8 Anstiege erfasst.
Ja, TronFjellet Ultra 2027 ist als Rundkurs angelegt: Start und Ziel liegen am selben Ort.
Ja. Die Strecke von TronFjellet Ultra 2027 steht auf dieser Seite als GPX-Datei zum kostenlosen Download bereit — importierbar in Garmin, Wahoo, Komoot, Strava und jede andere App, die GPX liest.
Für TronFjellet Ultra 2027 sollte die Vorbereitung 50 km, 2.877 Höhenmeter, aktuelle Belastung und verfügbare Trainingszeit berücksichtigen. Ein adaptiver Plan hilft, Schlüsselreize zu setzen, ohne Erholung und Alltag zu ignorieren.
Die Pacing-Strategie für TronFjellet Ultra 2027 sollte 50 km, 2.877 Höhenmeter und dein aktuelles Leistungsniveau einbeziehen. Starte kontrolliert und plane Reserven für Abschnitte ein, in denen das Profil oder die Müdigkeit die Zielpace erschwert.
TronFjellet Ultra 2027 findet am 18. September 2027 statt.
TronFjellet Ultra 2027 findet in Alvdal, Norway statt.
Die Anmeldung läuft über den Veranstalter: racetracker.one. YOUB zeigt dir Strecke, Höhenprofil und Trainingsplan für die Vorbereitung.