Festival des Templiers: Strecke, Höhenmeter & Streckenprofil
Die Endurance Trail ist der Ultra des Festival des Templiers: 100 Kilometer über drei Causses und durch drei Schluchten, gestartet am Freitag um vier Uhr morgens am Fuß des Causse Noir. Sie ist die älteste Ultradistanz des Festivals und lebt von ihrem hohen Singletrail-Anteil und von nur fünf Verpflegungsstellen auf der gesamten Strecke.
Strecke & Höhenmeter
Die ersten zwanzig Kilometer sind eine lange Querung des Causse Noir, die das Feld auseinanderzieht, aber sie sind kein Aufwärmen: Schon bei Kilometer sieben steht ein 1,9 Kilometer langer Anstieg mit knapp zwanzig Prozent im Schnitt, der dich auf das Plateau hebt. Danach führt die Strecke in die Gorges du Tarn, über den Balcon du Vertige hinunter zum Weiler Le Truel im Jonte-Tal und wieder hinauf nach Espaliès und zur Ermitage St-Michel. Der lange Abschnitt bei Kilometer 42 gehört zu den härtesten des Tages: 3,5 Kilometer, 463 Höhenmeter, Rampen bis 35 Prozent.
Auf der linken Jonte-Seite läufst du anschließend auf einem sehr technischen Pfad oben an den Felsen entlang. Das Höhenprofil ist dort flach, das Tempo trotzdem niedrig, weil der Untergrund es diktiert. Über den prähistorischen Champignon, die Kapelle St-Jean-des-Balmes und St-André-de-Vézines geht es nach Montméjean, hinauf nach Roquesaltes und in die technische Abfahrt nach La Roque-Ste-Marguerite durch den Ravin du Riou Sec. Der Schluss läuft über die Larzac-Corniches oberhalb der Dourbie, hinunter nach Massebiau und ein letztes Mal steil hinauf: 1,8 Kilometer mit 22 Prozent bei Kilometer 92, mit Rampen von 45 Prozent.
Das Gelände ist Kalk-Causse: Buchsbaum, Kiefernwald, weiße Steinplatten, Felsentore und Karrenfelder, dazwischen sandige Waldpisten. Ein großer Teil der Nacht wird auf schmalen, wiedereröffneten Wegen gelaufen, die der Veranstalter nur für dieses Wochenende freilegt. Start und Ziel liegen am Domaine St Estève in Millau, unter der Pouncho d'Agast, und das Ziel erreichst du nach einer letzten Abfahrt durch die Grotte du Hibou.
Pacing-Strategie
Der Start um vier Uhr morgens verschiebt das ganze Rennen: Du läufst die ersten Stunden im Dunkeln, den halben Tag im Licht und den Schluss oft wieder mit Stirnlampe. Plane die ersten zwanzig Kilometer über den Causse Noir bewusst als Anlaufstrecke. Der Anstieg bei Kilometer sieben ist zu steil zum Laufen, gehe ihn zügig und kontrolliert, statt dort früh Puls zu verbrennen.
Die Entscheidung fällt zwischen Kilometer 40 und 60. Der 463-Höhenmeter-Anstieg zur Ermitage und der anschließende Klippenpfad über der Jonte kosten viel Zeit bei geringem Höhengewinn, und wer das als verlorene Kilometer empfindet und Tempo erzwingt, bezahlt es an den Larzac-Corniches. Nur fünf Verpflegungsstellen auf 100 Kilometer heißt außerdem, dass du eigenständig planen musst: Zwischen zwei Posten liegen leicht zwei Stunden und mehr.
Die eigentliche Falle ist der Schluss. Nach Massebiau steht bei Kilometer 92 eine 1,8 Kilometer lange Rampe mit 22 Prozent Schnittsteigung, gefolgt von der technischen Abfahrt zur Grotte du Hibou. Fast achtzehn Prozent der Strecke liegen im steilen Abwärtsbereich, und die Oberschenkel sind nach 90 Kilometern Kalkfels nicht mehr frisch. Halte für diese letzten zehn Kilometer bewusst Reserve zurück.
Trainingsplan für Festival des Templiers: 12 Wochen Vorbereitung
Rechne für die Endurance Trail mit 14 bis 22 Stunden im Altersklassenfeld. Das ist eine Belastung, die fast vollständig im aerob-extensiven Bereich abläuft und deren Schwierigkeit nicht aus der Intensität kommt, sondern aus Dauer, Untergrund und Dunkelheit. Der Anteil steilen Geländes ist hoch: gut achtzehn Prozent steil bergauf, knapp achtzehn Prozent steil bergab, nur zwölf Prozent wirklich flach.
Der wichtigste Trainingsinhalt ist deshalb Zeit auf technischem Boden, nicht Kilometerumfang auf Waldwegen. Der Kalk der Causses ist scharfkantig, oft lose und im Herbst nach Regen glatt; die Corniches-Passagen über der Jonte und der Dourbie verlangen Trittsicherheit über Stunden. Baue lange Einheiten auf steinigem Untergrund ein und übe konsequent das schnelle Gehen im Steilen, denn drei der acht Anstiege liegen über achtzehn Prozent Schnittsteigung.
Zweiter Schwerpunkt ist bergab Laufen unter Ermüdung. Die Abfahrten nach La Roque-Ste-Marguerite und zur Grotte du Hibou kommen spät und sind technisch. Exzentrische Vorbereitung über mehrere Monate, in Form langer Läufe mit bewusst gelaufenen statt gebremsten Abfahrten, entscheidet hier mehr als jede Schwellenarbeit.
Dazu kommen zwei Bedingungen, die du planen musst. Erstens die Dunkelheit: Der Start liegt mitten in der Nacht, die Markierung ist im ersten und letzten Drittel eng gesetzt, aber du solltest Nachtläufe auf Singletrail absolviert haben, um dein Tempo ohne visuelle Referenz einschätzen zu können. Zweitens die Autarkie: Mit nur fünf Verpflegungsposten musst du deine Kohlenhydrat- und Flüssigkeitsaufnahme im Training über lange Blöcke selbst gesteuert haben. Mitte Oktober sind auf dem Plateau warme Nachmittage und kalte Nächte gleichermaßen möglich.
Streckenverlauf
Profil-Parameter
Steigungsverteilung
Anstiege auf der Strecke
| Start (km) | Länge | Ø Steigung | Max. Steigung | Höhengewinn | Kategorie |
|---|---|---|---|---|---|
| KM 6.8 | 1.9 km | 19.3% | 33.3% | +372m | Kat. 2 |
| KM 28.9 | 1.1 km | 18.5% | 27.8% | +213m | Kat. 3 |
| KM 42.0 | 3.5 km | 13.2% | 34.7% | +463m | Kat. 2 |
| KM 56.0 | 1.8 km | 11.3% | 28.3% | +206m | Kat. 3 |
| KM 70.8 | 2.5 km | 11.4% | 27.9% | +280m | Kat. 3 |
| KM 81.3 | 1.2 km | 14.5% | 35.1% | +174m | Kat. 3 |
| KM 83.6 | 3.5 km | 6.7% | 19.1% | +234m | Kat. 3 |
| KM 92.0 | 1.8 km | 22.7% | 44.7% | +409m | Kat. 2 |
Die Anstiegs-Kategorien folgen der Radsport-Konvention und bewerten das Gelände selbst (Länge und Steigung) unabhängig von der Sportart: Kat. 4 bezeichnet die leichtesten bewerteten Anstiege, Kat. 1 die härtesten, HC (hors catégorie, „außerhalb jeder Kategorie“) ist den brutalsten Anstiegen vorbehalten. Kurze Anstiege unterhalb der Kat.-4-Schwelle bleiben unbewertet.
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Häufige Fragen
Wie lang ist Festival des Templiers?
Festival des Templiers ist 100 km lang. Diese Distanz bestimmt, wie viel Grundlagenausdauer, Tempohärte und Rennspezifik in den Trainingsplan gehören.
Wie viele Höhenmeter hat Festival des Templiers?
Festival des Templiers hat rund 4.010 Höhenmeter auf 100 km. Das beeinflusst Pacing, Muskulatur und die Vorbereitung auf späte Rennabschnitte.
Wie ist das Streckenprofil von Festival des Templiers?
Festival des Templiers ist als Hochalpin (Mountainous) eingestuft, im Schnitt 39,7 Höhenmeter pro Kilometer. 12 % der Strecke sind flach, 22 % steigen moderat an (2 bis 6 %) und 19 % sind steiler als 6 %.
Welche Anstiege hat Festival des Templiers?
Der schwerste Anstieg von Festival des Templiers beginnt bei Kilometer 42, ist 3,5 km lang, steigt im Schnitt 13,2 % an und bringt 463 Höhenmeter. Bewertung nach Radsport-Konvention: Kat. 2. Insgesamt sind 8 Anstiege erfasst.
Ist Festival des Templiers ein Rundkurs?
Ja, Festival des Templiers ist als Rundkurs angelegt: Start und Ziel liegen am selben Ort.
Gibt es die Strecke von Festival des Templiers als GPX-Datei?
Ja. Die Strecke von Festival des Templiers steht auf dieser Seite als GPX-Datei zum kostenlosen Download bereit — importierbar in Garmin, Wahoo, Komoot, Strava und jede andere App, die GPX liest.
Wie bereite ich mich auf Festival des Templiers vor?
Für Festival des Templiers sollte die Vorbereitung 100 km, 4.010 Höhenmeter, aktuelle Belastung und verfügbare Trainingszeit berücksichtigen. Ein adaptiver Plan hilft, Schlüsselreize zu setzen, ohne Erholung und Alltag zu ignorieren.
Welche Pacing-Strategie passt für Festival des Templiers?
Die Pacing-Strategie für Festival des Templiers sollte 100 km, 4.010 Höhenmeter und dein aktuelles Leistungsniveau einbeziehen. Starte kontrolliert und plane Reserven für Abschnitte ein, in denen das Profil oder die Müdigkeit die Zielpace erschwert.
Wann findet Festival des Templiers statt?
Festival des Templiers findet am 16. Oktober 2026 statt.
Wo findet Festival des Templiers statt?
Festival des Templiers findet in Millau, France statt.
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