
Der Kerinci100 schickt seine kürzeste Strecke nicht auf den Vulkan, sondern durch das Hochland von Kayu Aro an seinem Fuß. Die 12 km sind als zugänglicher Einstieg gedacht, laufen am zweiten Renntag nach den Ultras und verlangen vor allem eines: auf welligem Terrain auf rund 1.500 m Höhe einen gleichmäßigen Rhythmus zu finden.
Die Runde beginnt mit einem sanften Anstieg ab Kilometer 0,5, gut einen Kilometer bei knapp vier Prozent, und wellt danach weiter nach oben, bis sie um Kilometer 4,5 mit knapp 1.600 m ihren höchsten Punkt erreicht. Von dort fällt sie über fünf Kilometer allmählich ab und erreicht kurz vor Kilometer 10 ihren tiefsten Abschnitt.
Das Ende ist der eigentliche Prüfstein: Ab Kilometer 10 geht es gut einen Kilometer mit über fünf Prozent wieder hinauf, und dieser Gegenanstieg bringt dich zurück zum Start. Steile Passagen gibt es auf der gesamten Runde kaum, ein Viertel der Strecke ist flach, der Rest ein ständiges sanftes Auf und Ab.
Die Höhe ist hier die stille Konstante. Du läufst durchgehend zwischen knapp 1.500 und 1.600 m, im Hochland um den Kerinci, den der Veranstalter als höchsten Vulkan Indonesiens und Dach Sumatras beschreibt. Während die Läuferinnen und Läufer der langen Distanzen am Vortag dessen Flanken hinaufsteigen, bleibt die 12-km-Strecke unten im Hochland und ist damit die Runde für alle, die den Kerinci100 ohne den Berg kennenlernen wollen.
| Start | Länge | Ø | Max. | Gewinn | Kat. |
|---|---|---|---|---|---|
| km 0,6 | 1,3 km | 3,9 % | 6,2 % | +52 m | — |
| km 10,1 | 1,2 km | 5,6 % | 9,6 % | +67 m | — |
Die Anstiegs-Kategorien folgen der Radsport-Konvention und bewerten das Gelände selbst (Länge und Steigung) unabhängig von der Sportart: Kat. 4 bezeichnet die leichtesten bewerteten Anstiege, Kat. 1 die härtesten, HC (hors catégorie, „außerhalb jeder Kategorie“) ist den brutalsten Anstiegen vorbehalten. Kurze Anstiege unterhalb der Kat.-4-Schwelle bleiben unbewertet.
Teile die Runde in drei Abschnitte: die ersten viereinhalb Kilometer als ruhigen, stetigen Aufstieg, die fünf Kilometer bergab als Phase, in der du Zeit gewinnst, ohne zu überdrehen, und den Schlussanstieg als die Stelle, an der du deine Reserven einsetzt.
Die Falle liegt im langen Gefälle zwischen Kilometer 5 und 10. Es lädt dazu ein, schneller zu werden, als die Beine es sich leisten können, und genau dann beginnt der Anstieg zurück zum Ziel. Wer dort noch locker laufen kann, überholt auf dem letzten Kilometer und hält am Ende Tempo.
Rechne bei rund 1.500 m mit etwas höherem Puls bei gleichem Tempo, als du es aus dem Flachland kennst. Lauf nach Gefühl und Atmung statt nach deiner gewohnten Kilometerzeit, gerade auf den ersten Kilometern bergauf.

Je nach Form bist du etwa eine bis zwei Stunden unterwegs. Die Belastung ist überwiegend aerob und gleichmäßig, mit langen, sanft ansteigenden oder fallenden Passagen statt kurzer Rampen. Die 12 km verlangen keine Bergerfahrung, wohl aber die Fähigkeit, auf welligem Untergrund ein Tempo zu halten.
Entscheidend sind der Übergang vom langen Gefälle in den Schlussanstieg und die ersten Kilometer bergauf. Trainiere deshalb Läufe, die mit einem lockeren Bergablauf enden und in einen Anstieg von fünf bis zehn Minuten übergehen, damit deine Beine den Wechsel kennen. Wer auf dem ersten Anstieg nicht über seine Verhältnisse läuft, hat dafür am Ende die nötigen Reserven.
Die Höhe von rund 1.500 m ist moderat, aber spürbar, wenn du aus dem Flachland anreist. Wer früher vor Ort ist, gibt dem Körper ein paar Tage zum Anpassen, alle anderen planen das Renntempo bewusst defensiver.
Als Schwerpunkte eignen sich ein wöchentlicher längerer Lauf auf welligem Gelände, Hügelläufe in mehreren Wiederholungen von fünf bis sechs Minuten und kontrolliertes Bergablaufen, damit die Oberschenkel auch nach fünf Kilometern Gefälle noch für den Anstieg bereit sind. Wenn du für ein späteres Jahr eine der längeren Distanzen ins Auge fasst, ist die 12-km-Runde ein guter Ort, um Höhe und Gelände kennenzulernen, ohne gleich den Berg zu wagen.

Lade die Strecke von Kerinci100 als GPX-Datei für Uhr oder Radcomputer herunter.
Ben verbindet Ziel, Strecke, aktuelle Belastung, Recovery und Kalender. So bleibt dein Plan auf das Rennen ausgerichtet, auch wenn dein Alltag nicht perfekt planbar ist.
Kerinci100 ist 12 km lang. Diese Distanz bestimmt, wie viel Grundlagenausdauer, Tempohärte und Rennspezifik in den Trainingsplan gehören.
Kerinci100 hat rund 200 Höhenmeter auf 12 km. Das beeinflusst Pacing, Muskulatur und die Vorbereitung auf späte Rennabschnitte.
Kerinci100 ist als Hügelig (Rolling) eingestuft, im Schnitt 15,6 Höhenmeter pro Kilometer. 25 % der Strecke sind flach, 34 % steigen moderat an (2 bis 6 %) und 3 % sind steiler als 6 %.
Der schwerste Anstieg von Kerinci100 beginnt bei Kilometer 10,1, ist 1,2 km lang, steigt im Schnitt 5,6 % an und bringt 67 Höhenmeter. Insgesamt sind 2 Anstiege erfasst.
Ja, Kerinci100 ist als Rundkurs angelegt: Start und Ziel liegen am selben Ort.
Ja. Die Strecke von Kerinci100 steht auf dieser Seite als GPX-Datei zum kostenlosen Download bereit — importierbar in Garmin, Wahoo, Komoot, Strava und jede andere App, die GPX liest.
Für Kerinci100 sollte die Vorbereitung 12 km, 200 Höhenmeter, aktuelle Belastung und verfügbare Trainingszeit berücksichtigen. Ein adaptiver Plan hilft, Schlüsselreize zu setzen, ohne Erholung und Alltag zu ignorieren.
Die Pacing-Strategie für Kerinci100 sollte 12 km, 200 Höhenmeter und dein aktuelles Leistungsniveau einbeziehen. Starte kontrolliert und plane Reserven für Abschnitte ein, in denen das Profil oder die Müdigkeit die Zielpace erschwert.
Kerinci100 2027 findet am 3. April 2027 statt.
Kerinci100 2027 findet in Kayu Aro, Kerinci, Indonesia statt.
Bei Kerinci100 stehen 4 Distanzen zur Wahl — 12k category: 12 km; 30k category: 30 km; 70k category: 70 km; 100k category: 100 km.
Die Anmeldung läuft über den Veranstalter: fonesport.id. YOUB zeigt dir Strecke, Höhenprofil und Trainingsplan für die Vorbereitung.