
Der Spiegelberger Räuberweglauf ist ein Winter-Traillauf im Dezember auf dem Räuberweg, einer Wanderrunde um Spiegelberg im Schwäbischen Wald. Auf 57 Kilometern wartet kein einzelner großer Berg, sondern acht Anstiege über den ganzen Tag verteilt und kaum flacher Boden dazwischen. Deine Vorbereitung muss deshalb Ausdauer, Trittsicherheit und Kleidung für Frost zugleich abdecken.
Start und Ziel liegen am Gasthof zum Goldenen Ritter in Vorderbüchelberg. Von dort verliert die Runde zunächst rund 160 Höhenmeter, bevor bei Kilometer 6,5 der erste Anstieg beginnt: gut zwei Kilometer mit moderatem Schnitt, in denen sich trotzdem eine Rampe von über 25 Prozent versteckt. Ein ähnliches Stück folgt ab Kilometer 20. Dazwischen und danach pendelt die Strecke zwischen etwa 350 und 550 Metern Höhe, ohne je länger auf einem Niveau zu bleiben.
Die härteste Stelle liegt bei Kilometer 31,5, wo es über 750 Meter mit 14 Prozent im Schnitt hinaufgeht. Ab hier rücken die Anstiege näher zusammen, bei Kilometer 35,5, 41 und 49, und der letzte endet erst gut einen Kilometer vor dem Ziel.
Das Rennen folgt dem offiziell markierten Wanderweg nicht überall, sondern weicht stellenweise von ihm ab. Der Veranstalter beschreibt das Gelände als alpin und warnt vor einer kleinen Kletterpassage, Trailschuhe sind Pflicht. Dazu kommt der Dezember: Frühere Ausgaben liefen durch Schnee und bei bis zu minus 13 Grad. Drei Verpflegungspunkte bieten Wasser, Cola und saisonales Essen.
| Start | Länge | Ø | Max. | Gewinn | Kat. |
|---|---|---|---|---|---|
| km 6,6 | 2,2 km | 5,7 % | 27,1 % | +126 m | Kat. 4 |
| km 11,3 | 2,2 km | 4,6 % | 12,6 % | +103 m | Kat. 4 |
| km 19,8 | 2,1 km | 5,4 % | 27,9 % | +111 m | Kat. 4 |
| km 31,5 | 0,8 km | 14 % | 24,6 % | +105 m | Kat. 4 |
| km 35,6 | 1,5 km | 7,1 % | 21,6 % | +107 m | Kat. 4 |
| km 40,7 | 1,4 km | 5,2 % | 17,1 % | +75 m | — |
| km 49,1 | 1 km | 9,5 % | 15,7 % | +95 m | Kat. 4 |
| km 54,6 | 1,4 km | 5,2 % | 12,8 % | +70 m | — |
Die Anstiegs-Kategorien folgen der Radsport-Konvention und bewerten das Gelände selbst (Länge und Steigung) unabhängig von der Sportart: Kat. 4 bezeichnet die leichtesten bewerteten Anstiege, Kat. 1 die härtesten, HC (hors catégorie, „außerhalb jeder Kategorie“) ist den brutalsten Anstiegen vorbehalten. Kurze Anstiege unterhalb der Kat.-4-Schwelle bleiben unbewertet.
Nur etwa ein Zehntel der Runde ist flach, und kein Anstieg dauert länger als gut zwei Kilometer. Es gibt also weder lange Tempopassagen noch den einen Berg, an dem du Zeit holst. Zählen wird, wie oft du denselben Einsatz wiederholen kannst: Geh die steilen Rampen von Anfang an, auch solange sie noch laufbar wären, und lauf die ruhigeren Steigungen dazwischen locker.
Entschieden wird das Rennen ab Kilometer 31,5. Die steile Rampe dort kommt genau dann, wenn die Beine vom ständigen Bremsen schon müde sind, und danach warten auf den letzten 25 Kilometern noch vier weitere Anstiege. Wer hier noch kräftig wandern kann und oben wieder antrabt, hat für den Rest der Runde einen Plan.
Die Falle liegt ganz am Anfang. Der Start bergab fühlt sich mit frischen Beinen geschenkt an, doch jeder harte Schritt bergab, erst recht auf gefrorenem Boden, kostet Oberschenkel, die du ab der Rennmitte brauchst. In der Kälte vergisst man außerdem leicht das Essen: Iss früh und regelmäßig, denn drei Verpflegungspunkte auf 57 Kilometern verzeihen eine verpasste Mahlzeit nicht.

Altersklassenläufer sind hier etwa sechseinhalb bis neuneinhalb Stunden unterwegs. Die Belastung bleibt aerob, aber unruhig: viele kurze, steile Spitzen im Wechsel mit Gefälle, kaum gleichmäßiges Laufen. Baue deine Grundlage deshalb mit langen Läufen im Gelände auf, nicht auf dem Asphalt, und steigere die Dauer eher über die Zeit auf den Beinen als über Kilometer.
Der entscheidende Reiz ist Steigen auf müden Beinen. Lege in deinen längsten Einheiten die härtesten Hügel ins letzte Drittel und übe den Wechsel vom kräftigen Wandern zurück ins Laufen an der Kuppe. Zwei längere Einheiten an aufeinanderfolgenden Tagen bilden die Ermüdung der zweiten Rennhälfte gut ab. Bergablaufen gehört fest dazu, denn fast die Hälfte der Strecke fällt, und die Oberschenkel entscheiden, was nach Kilometer 40 noch geht.
Trainiere ab November bewusst draußen bei dem Wetter, das du am Renntag bekommen kannst. Lauf auf gefrorenem und verschneitem Waldboden, teste in Schuhen mit gutem Profil deinen Schritt und probiere aus, welche Schichten beim langsamen Wandern warm halten und beim Laufen nicht überhitzen. Iss in diesen Einheiten nach Plan, damit du die Verpflegung aus Rucksack oder Weste auch mit kalten Händen schaffst.
Weil das Rennen stellenweise vom Wanderweg abweicht, lohnt sich Übung im Laufen nach Track auf der Uhr. Für die Kletterpassage und das alpin beschriebene Gelände hilft Kraft in Rumpf und Armen sowie Sicherheit auf unebenem Grund, wenn du schon lange unterwegs bist.

Lade die Strecke von Spiegelberger Räuberweglauf als GPX-Datei für Uhr oder Radcomputer herunter.
Ben verbindet Ziel, Strecke, aktuelle Belastung, Recovery und Kalender. So bleibt dein Plan auf das Rennen ausgerichtet, auch wenn dein Alltag nicht perfekt planbar ist.
Spiegelberger Räuberweglauf ist 57 km lang. Diese Distanz bestimmt, wie viel Grundlagenausdauer, Tempohärte und Rennspezifik in den Trainingsplan gehören.
Spiegelberger Räuberweglauf hat rund 1.660 Höhenmeter auf 57 km. Das beeinflusst Pacing, Muskulatur und die Vorbereitung auf späte Rennabschnitte.
Spiegelberger Räuberweglauf ist als Bergig (Hilly) eingestuft, im Schnitt 29,1 Höhenmeter pro Kilometer. 11 % der Strecke sind flach, 33 % steigen moderat an (2 bis 6 %) und 13 % sind steiler als 6 %.
Der schwerste Anstieg von Spiegelberger Räuberweglauf beginnt bei Kilometer 6,6, ist 2,2 km lang, steigt im Schnitt 5,7 % an und bringt 126 Höhenmeter. Bewertung nach Radsport-Konvention: Kat. 4. Insgesamt sind 8 Anstiege erfasst.
Ja, Spiegelberger Räuberweglauf ist als Rundkurs angelegt: Start und Ziel liegen am selben Ort.
Ja. Die Strecke von Spiegelberger Räuberweglauf steht auf dieser Seite als GPX-Datei zum kostenlosen Download bereit — importierbar in Garmin, Wahoo, Komoot, Strava und jede andere App, die GPX liest.
Für Spiegelberger Räuberweglauf sollte die Vorbereitung 57 km, 1.660 Höhenmeter, aktuelle Belastung und verfügbare Trainingszeit berücksichtigen. Ein adaptiver Plan hilft, Schlüsselreize zu setzen, ohne Erholung und Alltag zu ignorieren.
Die Pacing-Strategie für Spiegelberger Räuberweglauf sollte 57 km, 1.660 Höhenmeter und dein aktuelles Leistungsniveau einbeziehen. Starte kontrolliert und plane Reserven für Abschnitte ein, in denen das Profil oder die Müdigkeit die Zielpace erschwert.
Spiegelberger Räuberweglauf findet am 13. Dezember 2026 statt.
Spiegelberger Räuberweglauf findet in Spiegelberg, Germany statt.
Bei Spiegelberger Räuberweglauf stehen 2 Distanzen zur Wahl — Räuberweglauf: 57 km; Räuberwegläufchen: 26 km.
Die Anmeldung läuft über den Veranstalter: ultras.prospectum.com. YOUB zeigt dir Strecke, Höhenprofil und Trainingsplan für die Vorbereitung.