
Der Beacons Way Ultra 100 Mile führt quer durch Bannau Brycheiniog, von Abergavenny Castle bis zum Rugbyclub in Llangadog, und den Weg findest du selbst: Der sichere Umgang mit Karte und Kompass ist Pflicht. Die Vorbereitung gilt deshalb nicht nur knapp 6.000 Höhenmetern, sondern auch deinem Kopf, der nach vielen Stunden noch sauber navigieren muss.
Vom Burggelände in Abergavenny geht es nach Westen, und schon die ersten 45 Kilometer zeigen das Muster des Rennens: Fünf Anstiege von jeweils rund 300 Höhenmetern führen durch die Black Mountains, dazwischen fällt der Weg immer wieder bis auf etwa 100 Meter ab. Die Checkpoints Skirrid Inn, Llanthony und Crickhowell Parish Hall liegen in dieser Eröffnung, die für sich schon ein harter Bergmarathon wäre.
Über Bwlch erreichst du nach 74 Kilometern den Parkplatz von Talybont, und direkt dahinter beginnt der Aufstieg in die zentralen Beacons. Gut 250 Höhenmeter fallen auf den ersten eineinhalb Kilometern, um Kilometer 80 steht mit dem Pen-y-Fan der höchste Gipfel des Tages auf dem Weg, 886 Meter hoch. Hinter Storey Arms geht es wellig über Sarn Helen zum Caving Club von Penn Wylt.
Der letzte große Block gehört den Carmarthen Fans: Ab Kilometer 110 steigt die Strecke über 530 Höhenmeter am Stück, fällt dann hinab nach Llandeusant und klettert sofort wieder um 375 Meter. Danach verliert der Weg über 30 Kilometer fast stetig an Höhe, und am Ende steht kein Gipfel, sondern der Rugbyclub von Llangadog, nur wenige Meter tiefer als der Start. Für schweres Wetter gibt es tiefer verlaufende Ausweichrouten.
| Start | Länge | Ø | Max. | Gewinn | Kat. |
|---|---|---|---|---|---|
| km 5,4 | 2,3 km | 11,7 % | 27,8 % | +270 m | Kat. 3 |
| km 12,8 | 3,7 km | 9,1 % | 20,4 % | +334 m | Kat. 2 |
| km 22,4 | 1,9 km | 15,1 % | 26,9 % | +291 m | Kat. 3 |
| km 28,7 | 3,2 km | 10,1 % | 26,2 % | +324 m | Kat. 2 |
| km 42,9 | 2,5 km | 12 % | 19,8 % | +295 m | Kat. 3 |
| km 74,1 | 1,5 km | 17,6 % | 36,4 % | +255 m | Kat. 3 |
| km 110,2 | 4,4 km | 12,1 % | 36,4 % | +530 m | Kat. 2 |
| km 124,4 | 3 km | 12,5 % | 24,9 % | +375 m | Kat. 2 |
Die Anstiegs-Kategorien folgen der Radsport-Konvention und bewerten das Gelände selbst (Länge und Steigung) unabhängig von der Sportart: Kat. 4 bezeichnet die leichtesten bewerteten Anstiege, Kat. 1 die härtesten, HC (hors catégorie, „außerhalb jeder Kategorie“) ist den brutalsten Anstiegen vorbehalten. Kurze Anstiege unterhalb der Kat.-4-Schwelle bleiben unbewertet.
Nur rund ein Zehntel dieser Strecke ist flach, mehr als ein Drittel dagegen steil bergauf oder bergab. Einen gleichmäßigen Laufrhythmus gibt es hier nicht, also steuerst du über die Anstrengung: steile Rampen von Anfang an gehen, auch wenn die Beine noch mehr anbieten. Talybont ist der Maßstab. Kommst du dort entspannt an, liegt fast die Hälfte der Distanz hinter dir, aber noch nicht das Schwerste.
Entschieden wird das Rennen zwischen Penn Wylt und dem Gipfel hinter Llandeusant. Die 530 Höhenmeter ab Kilometer 110 kosten Kraft, doch gefährlicher ist der Abstieg danach, denn rund 550 Meter bergab treffen bereits müde Oberschenkel, und der nächste Anstieg folgt ohne Pause. Geh diesen Abstieg zurückhaltender, als es sich richtig anfühlt.
Die größte Falle sind Tempo und Orientierung zugleich. Die ersten beiden Checkpoints kommen schnell und verleiten dazu, Tempo zu machen, später kostet jeder Navigationsfehler Kilometer, die du nicht übrig hast. Halte an unklaren Stellen lieber kurz an und prüfe die Karte. Fülle bei Mountain View gründlich auf: Bis ins Ziel folgen von dort 26 Kilometer ohne weiteren Checkpoint.

Rechne für diese Strecke grob mit 30 bis 45 Stunden, also mit mindestens einer Nacht unterwegs und bei vielen Startern mit zwei. Die Belastung bleibt fast durchgehend aerob und niedrig, wird aber ständig von steilen Anstiegen unterbrochen, die du gehend bewältigst. Kraftausdauer im Aufstieg zählt hier deshalb mehr als dein Lauftempo in der Ebene.
Die entscheidenden Phasen kommen spät: 500 Höhenmeter am Stück nach über 100 Kilometern und lange Abstiege auf müden Beinen. Bau dafür Doppeltage mit vielen Höhenmetern ein, bei denen der zweite Tag die wichtigere Einheit ist, und lege die steilsten Abschnitte ans Ende. Bergabgehen und -laufen unter Ermüdung braucht eigene Einheiten, denn die Oberschenkel entscheiden die zweite Rennhälfte.
Navigation ist hier eine Trainingsdisziplin wie jede andere. Übe Karte und Kompass im Gelände, nicht am Schreibtisch, und zwar auch nachts und am Ende langer Einheiten, wenn das Denken langsamer wird. Sind Abschnitte des Beacons Way für dich erreichbar, lauf sie ab, besonders die Carmarthen Fans und das letzte Stück Richtung Llangadog, das du im Rennen sehr müde erreichst.
Zehn Checkpoints klingen nach viel Unterstützung, doch die Abstände schwanken stark. Trainiere daher, auf langen Einheiten über mehrere Stunden aus dem Rucksack zu essen und zu trinken. Das Rennen findet im Juli statt, aber die Ausweichrouten für schweres Wetter zeigen, dass du dich auf beides einstellen musst: Teste deine Ausrüstung für die Nacht und für schlechtes Wetter, bevor du sie am Pen-y-Fan brauchst.

Lade die Strecke von Beacons Way Ultra 100 Mile als GPX-Datei für Uhr oder Radcomputer herunter.
Ben verbindet Ziel, Strecke, aktuelle Belastung, Recovery und Kalender. So bleibt dein Plan auf das Rennen ausgerichtet, auch wenn dein Alltag nicht perfekt planbar ist.
Beacons Way Ultra 100 Mile ist 160,93 km lang. Diese Distanz bestimmt, wie viel Grundlagenausdauer, Tempohärte und Rennspezifik in den Trainingsplan gehören.
Beacons Way Ultra 100 Mile hat rund 5.964 Höhenmeter auf 160,93 km. Das beeinflusst Pacing, Muskulatur und die Vorbereitung auf späte Rennabschnitte.
Beacons Way Ultra 100 Mile ist als Hochalpin (Mountainous) eingestuft, im Schnitt 36,9 Höhenmeter pro Kilometer. 11 % der Strecke sind flach, 29 % steigen moderat an (2 bis 6 %) und 17 % sind steiler als 6 %.
Der schwerste Anstieg von Beacons Way Ultra 100 Mile beginnt bei Kilometer 110,2, ist 4,4 km lang, steigt im Schnitt 12,1 % an und bringt 530 Höhenmeter. Bewertung nach Radsport-Konvention: Kat. 2. Insgesamt sind 8 Anstiege erfasst.
Nein, Beacons Way Ultra 100 Mile ist eine Punkt-zu-Punkt-Strecke: Start und Ziel liegen an verschiedenen Orten.
Ja. Die Strecke von Beacons Way Ultra 100 Mile steht auf dieser Seite als GPX-Datei zum kostenlosen Download bereit — importierbar in Garmin, Wahoo, Komoot, Strava und jede andere App, die GPX liest.
Für Beacons Way Ultra 100 Mile sollte die Vorbereitung 160,93 km, 5.964 Höhenmeter, aktuelle Belastung und verfügbare Trainingszeit berücksichtigen. Ein adaptiver Plan hilft, Schlüsselreize zu setzen, ohne Erholung und Alltag zu ignorieren.
Die Pacing-Strategie für Beacons Way Ultra 100 Mile sollte 160,93 km, 5.964 Höhenmeter und dein aktuelles Leistungsniveau einbeziehen. Starte kontrolliert und plane Reserven für Abschnitte ein, in denen das Profil oder die Müdigkeit die Zielpace erschwert.
Beacons Way Ultra 100 Mile 2027 findet am 24. Juli 2027 statt.
Beacons Way Ultra 100 Mile 2027 findet in Abergavenny, United Kingdom statt.
Die Anmeldung läuft über den Veranstalter: gbultras.com. YOUB zeigt dir Strecke, Höhenprofil und Trainingsplan für die Vorbereitung.