
Der Ultra Scotland 100 bei Saint John's Town of Dalry misst trotz seines Namens 104 Meilen, und seine knapp 4.800 Höhenmeter kommen ohne einen hohen Gipfel zustande: Dreimal fällt die Strecke auf unter 170 Meter und beginnt von vorn. Deine Vorbereitung gilt deshalb der Wiederholung, kurzen steilen Rampen und Oberschenkeln, die nach Kilometer 150 noch bergab laufen können.
Der Kurs läuft von Punkt zu Punkt und zeichnet dabei eine Sägezahnlinie in vier Abschnitten. Er beginnt auf rund 55 Metern und liegt nach 21 Kilometern schon über 500 Metern, mit der ersten richtig steilen Rampe ab Kilometer 19: gut ein Kilometer bei im Schnitt 14 Prozent. Bis Kilometer 42 fällt er zurück auf etwa 140 Meter. Der zweite Abschnitt erreicht bei Kilometer 59 gut 560 Meter und endet nach langem Abstieg bei Kilometer 89 auf rund 100 Metern.
Von dort beginnt der härtere Teil. Bis Kilometer 97 geht es zurück auf 560 Meter, am Ende über mehr als zwei Kilometer mit gut 12 Prozent. Danach läuft die Strecke lange abwärts, steigt unruhig wieder an und kommt kurz vor Kilometer 145 ein letztes Mal tief unten an. Dort beginnt der längste steile Anstieg des Rennens: dreieinhalb Kilometer, über 350 Höhenmeter. Den Schluss bilden 17 Kilometer, auf denen fast 400 Meter verloren gehen.
Der Ultra Scotland 100 ist ein kleines Trail-Ultra für Amateure und findet am ersten Samstag im Juni statt. Die Höhe bleibt bescheiden, die Kuppen liegen meist deutlich unter 600 Metern, und trotzdem ist nur ein Siebtel der Strecke flach. Der Veranstalter führt auf seiner Streckenkarte eine High-Level- und eine Low-Level-Route; die Kilometer hier folgen der Route, auf die sein Kartenlink zeigt.
| Start | Länge | Ø | Max. | Gewinn | Kat. |
|---|---|---|---|---|---|
| km 18,8 | 1,3 km | 14,3 % | 20,8 % | +189 m | Kat. 3 |
| km 45,3 | 2,7 km | 7,3 % | 18,3 % | +198 m | Kat. 3 |
| km 56,5 | 1,8 km | 11 % | 19,6 % | +198 m | Kat. 3 |
| km 70,8 | 2,5 km | 9,4 % | 20,5 % | +229 m | Kat. 3 |
| km 95,5 | 2,3 km | 12,4 % | 32,5 % | +279 m | Kat. 3 |
| km 116,7 | 2,6 km | 7,9 % | 21,2 % | +209 m | Kat. 3 |
| km 134,8 | 2,3 km | 7,7 % | 17 % | +177 m | Kat. 3 |
| km 144,6 | 3,6 km | 10,1 % | 22,2 % | +358 m | Kat. 2 |
Die Anstiegs-Kategorien folgen der Radsport-Konvention und bewerten das Gelände selbst (Länge und Steigung) unabhängig von der Sportart: Kat. 4 bezeichnet die leichtesten bewerteten Anstiege, Kat. 1 die härtesten, HC (hors catégorie, „außerhalb jeder Kategorie“) ist den brutalsten Anstiegen vorbehalten. Kurze Anstiege unterhalb der Kat.-4-Schwelle bleiben unbewertet.
Kein einzelner Anstieg wird hier zum Problem, sondern die Summe. Der Großteil der Höhenmeter fällt in kurzen Wellen abseits der großen Rampen an, einen festen Rhythmus findest du also kaum. Teil dir das Rennen in die vier Abschnitte zwischen den Tiefpunkten ein und geh jedes steile Stück von Beginn an, auch bei Kilometer 19 auf frischen Beinen. Was du dort sparen könntest, ist auf 104 Meilen bedeutungslos.
Entschieden wird das Rennen ab Kilometer 145. Der lange Anstieg kommt, wenn die meiste Arbeit hinter dir liegt, und er belohnt einen gleichmäßigen, kräftigen Gehschritt. Wer oben noch laufen kann, macht im überwiegend fallenden Schlussstück Zeit gut, während andere dort nur noch gehen.
Die Falle liegt bergab. Gut 13 Prozent der Strecke fallen steil ab, und sowohl der erste Abstieg bis Kilometer 42 als auch das lange Gefälle nach Kilometer 98 laden dazu ein, Zeit zu sammeln. Lässt du es dort rollen, zahlen deine Oberschenkel im Finale, wo sie noch laufen müssen. Halte diese Abschnitte kontrolliert.

Rechne als Altersklassenathlet mit etwa 30 bis 44 Stunden, mindestens eine Nacht liegt also im Rennen. Die Belastung bleibt fast durchgehend aerob, wird aber ständig von kurzen Spitzen an den Rampen unterbrochen: Mehr als ein Viertel der Strecke ist steil, bergauf oder bergab. Dein Training muss diesen Wechsel abbilden, nicht ein gleichmäßiges Tempo.
Die beiden Schlüsselstellen liegen in der zweiten Rennhälfte: der Aufstieg bis Kilometer 97, der über 450 Höhenmeter gewinnt, und der Anstieg ab Kilometer 145 auf leeren Beinen. Trainiere dafür mit aufeinanderfolgenden langen Tagen im hügeligen Gelände und leg die meisten Höhenmeter ans Ende der zweiten Einheit. So übst du, kräftig bergauf zu gehen, wenn die Müdigkeit längst da ist.
Der wichtigste Schwerpunkt ist die Wiederholung. Weil die Anstiege meist 200 bis 350 Höhenmeter messen, sind Bergwiederholungen dieser Größe wertvoller als ein einzelner langer Pass. Baue steiles Gehen ein, auch mit Stöcken, falls du sie im Rennen nutzen willst. Dazu kommt Bergablaufen unter Ermüdung, denn es macht die Oberschenkel belastbar für die steilen Abstiege und den Weg ins Ziel.
Übe außerdem, was erst bei dieser Dauer zählt: Laufen mit Stirnlampe durch die Nacht und feste Nahrung nach vielen Stunden Belastung. Hol dir beide Routen von der Streckenkarte, damit du in der Vorbereitung auch die Low-Level-Variante kennst.

Lade die Strecke von Ultra Scotland 100 als GPX-Datei für Uhr oder Radcomputer herunter.
Ben verbindet Ziel, Strecke, aktuelle Belastung, Recovery und Kalender. So bleibt dein Plan auf das Rennen ausgerichtet, auch wenn dein Alltag nicht perfekt planbar ist.
Ultra Scotland 100 ist 167,37 km lang. Diese Distanz bestimmt, wie viel Grundlagenausdauer, Tempohärte und Rennspezifik in den Trainingsplan gehören.
Ultra Scotland 100 hat rund 4.773 Höhenmeter auf 167,37 km. Das beeinflusst Pacing, Muskulatur und die Vorbereitung auf späte Rennabschnitte.
Ultra Scotland 100 ist als Hochalpin (Mountainous) eingestuft, im Schnitt 28,9 Höhenmeter pro Kilometer. 15 % der Strecke sind flach, 29 % steigen moderat an (2 bis 6 %) und 13 % sind steiler als 6 %.
Der schwerste Anstieg von Ultra Scotland 100 beginnt bei Kilometer 144,6, ist 3,6 km lang, steigt im Schnitt 10,1 % an und bringt 358 Höhenmeter. Bewertung nach Radsport-Konvention: Kat. 2. Insgesamt sind 8 Anstiege erfasst.
Nein, Ultra Scotland 100 ist eine Punkt-zu-Punkt-Strecke: Start und Ziel liegen an verschiedenen Orten.
Ja. Die Strecke von Ultra Scotland 100 steht auf dieser Seite als GPX-Datei zum kostenlosen Download bereit — importierbar in Garmin, Wahoo, Komoot, Strava und jede andere App, die GPX liest.
Für Ultra Scotland 100 sollte die Vorbereitung 167,37 km, 4.773 Höhenmeter, aktuelle Belastung und verfügbare Trainingszeit berücksichtigen. Ein adaptiver Plan hilft, Schlüsselreize zu setzen, ohne Erholung und Alltag zu ignorieren.
Die Pacing-Strategie für Ultra Scotland 100 sollte 167,37 km, 4.773 Höhenmeter und dein aktuelles Leistungsniveau einbeziehen. Starte kontrolliert und plane Reserven für Abschnitte ein, in denen das Profil oder die Müdigkeit die Zielpace erschwert.
Ultra Scotland 100 findet am 5. Juni 2027 statt.
Ultra Scotland 100 findet in Saint John's Town of Dalry, United Kingdom statt.
Die Anmeldung läuft über den Veranstalter: gbultras.com. YOUB zeigt dir Strecke, Höhenprofil und Trainingsplan für die Vorbereitung.