
Der Devil o the Highlands Footrace führt über 42 Meilen auf dem West Highland Way von Tyndrum nach Fort William, einmal durch und ohne Rückweg. Die erste Hälfte läuft sich leichter, als die Distanz vermuten lässt, denn die beiden steilen Anstiege warten erst jenseits von Kilometer 34. Genau darauf zielt die Vorbereitung: klettern und bergab laufen auf müden Beinen.
Von Tyndrum bis zum Kontrollpunkt Glencoe Mountain Resort bei Kilometer 27 ist die Strecke wellig und meist gut laufbar. Rund um Bridge of Orchy bei Kilometer elf beginnt der erste echte Anstieg mit gut 150 Höhenmetern auf zwei Kilometern. Danach gewinnt der Weg über viele Kilometer nur sanft an Höhe, bis er auf rund 400 Metern liegt.
Hinter Kilometer 34 kippt das Rennen. Auf knapp zwei Kilometern klettert die Route mit im Schnitt rund 14 Prozent zum höchsten Punkt des Tages auf gut 540 Metern und fällt dann über sieben Kilometer fast bis auf Meereshöhe nach Kinlochleven, dem Kontrollpunkt bei Kilometer 43. Kaum eineinhalb Kilometer später steht der nächste Steilanstieg an, mit mehr als 220 Höhenmetern auf 1,7 Kilometern. Bis Lundavra bei Kilometer 56 pendelt der Weg dann zwischen 200 und 330 Metern, gleich hinter dem Kontrollpunkt liegt noch ein kurzer, steiler Stich, bevor die letzten Kilometer nach Fort William hinabführen.
Du bist fast den ganzen Tag auf Trail unterwegs, nur fünf Prozent des Weges sind Straße. Navigieren musst du nicht, die Route lässt sich ohne Karte laufen. Die vier Kontrollpunkte zerlegen die Punkt-zu-Punkt-Strecke in Etappen, und das Ziel liegt rund 235 Meter tiefer als der Start in Tyndrum, was die Strecke aber nicht schneller macht, sondern vor allem die Oberschenkel fordert.
| Start | Länge | Ø | Max. | Gewinn | Kat. |
|---|---|---|---|---|---|
| km 0 | 1,5 km | 4,2 % | 11 % | +64 m | — |
| km 10,6 | 2,1 km | 7,4 % | 13 % | +156 m | Kat. 4 |
| km 15,4 | 2,7 km | 4,4 % | 7,7 % | +117 m | Kat. 4 |
| km 23,6 | 1,7 km | 5,7 % | 7,6 % | +94 m | Kat. 4 |
| km 31,2 | 1 km | 7,3 % | 12,4 % | +71 m | — |
| km 34,7 | 1,8 km | 14,5 % | 23,9 % | +255 m | Kat. 3 |
| km 44,9 | 1,7 km | 13,3 % | 23,9 % | +227 m | Kat. 3 |
| km 56,5 | 1,1 km | 7,5 % | 16,4 % | +82 m | Kat. 4 |
Die Anstiegs-Kategorien folgen der Radsport-Konvention und bewerten das Gelände selbst (Länge und Steigung) unabhängig von der Sportart: Kat. 4 bezeichnet die leichtesten bewerteten Anstiege, Kat. 1 die härtesten, HC (hors catégorie, „außerhalb jeder Kategorie“) ist den brutalsten Anstiegen vorbehalten. Kurze Anstiege unterhalb der Kat.-4-Schwelle bleiben unbewertet.
Die 27 Kilometer bis Glencoe sind der Abschnitt, auf dem du am leichtesten Zeit gewinnst und sie später am teuersten zurückzahlst. Bleib dort spürbar unter dem Tempo, das sich gut anfühlt, und geh schon den Anstieg bei Bridge of Orchy dort, wo er steil wird. Wer Glencoe unterfordert erreicht, hat alles richtig gemacht.
Entschieden wird das Rennen zwischen Kilometer 34 und 47. Beide Steilanstiege sind für fast alle Starter Gehpassagen: gleichmäßig hochmarschieren, Hände auf die Oberschenkel, kein Versuch zu laufen. Die eigentliche Falle ist der Abstieg nach Kinlochleven. Wer die gut 500 Höhenmeter hinunterjagt, ruiniert seine Oberschenkel unmittelbar vor dem zweiten steilen Aufstieg, und der folgt fast ohne Pause.
Ab Kilometer 47 wird die Strecke wieder laufbar, und hier zahlt sich die frühe Zurückhaltung aus: Bis Lundavra lässt sich Rhythmus aufnehmen, während andere nur noch gehen. Die letzten Kilometer ab etwa Kilometer 62 verlieren noch einmal rund 170 Höhenmeter. Sie sind nur dann ein Geschenk, wenn die Beine bergab noch tragen.

Altersklassenathleten sind hier rund neun bis dreizehn Stunden unterwegs. Das ist vor allem eine lange aerobe Belastung im Wechsel aus Laufen und zügigem Gehen, in der zweiten Hälfte unterbrochen von zwei harten Anstiegen. Reine Tempohärte bringt dir wenig, Ausdauer auf Trails und Kraft am Berg dafür umso mehr.
Die Schlüsselstellen liegen spät. Nach mehr als 30 Kilometern musst du noch steil hochgehen können, nach einem langen Abstieg sofort wieder klettern und danach trotzdem wieder ins Laufen finden. Das ist weniger eine Frage der Grundausdauer als der Ermüdungsresistenz in den Oberschenkeln.
Lege deine langen Läufe deshalb so an, dass die schwersten Höhenmeter im letzten Drittel liegen, möglichst auf Trail. Eine gute Einheit kombiniert einen langen Abstieg direkt mit einem steilen Anstieg von rund 200 Höhenmetern und bildet so die Passage rund um Kinlochleven nach. Weil die Strecke mehr Höhenmeter verliert als gewinnt, gehört Bergablaufen als eigener Trainingsreiz in den Plan, ergänzt durch Kraftarbeit für die Oberschenkel, und zügiges Bergaufgehen übst du genauso gezielt wie das Laufen.
Der Termin Ende April legt den Aufbau in Winter und Vorfrühling, plane die langen Trailtage also entsprechend früh ein. Zwischen den Kontrollpunkten liegen bis zu 16 Kilometer, die im steilen Gelände lange dauern können. Übe deshalb, auch beim Bergaufgehen zu essen und zu trinken, und teste dabei die Ausrüstung, die du am Renntag tragen willst.

Lade die Strecke von Devil o the Highlands Footrace als GPX-Datei für Uhr oder Radcomputer herunter.
Ben verbindet Ziel, Strecke, aktuelle Belastung, Recovery und Kalender. So bleibt dein Plan auf das Rennen ausgerichtet, auch wenn dein Alltag nicht perfekt planbar ist.
Devil o the Highlands Footrace ist 69 km lang. Diese Distanz bestimmt, wie viel Grundlagenausdauer, Tempohärte und Rennspezifik in den Trainingsplan gehören.
Devil o the Highlands Footrace hat rund 1.635 Höhenmeter auf 69 km. Das beeinflusst Pacing, Muskulatur und die Vorbereitung auf späte Rennabschnitte.
Devil o the Highlands Footrace ist als Bergig (Hilly) eingestuft, im Schnitt 24,1 Höhenmeter pro Kilometer. 16 % der Strecke sind flach, 32 % steigen moderat an (2 bis 6 %) und 9 % sind steiler als 6 %.
Der schwerste Anstieg von Devil o the Highlands Footrace beginnt bei Kilometer 34,7, ist 1,8 km lang, steigt im Schnitt 14,5 % an und bringt 255 Höhenmeter. Bewertung nach Radsport-Konvention: Kat. 3. Insgesamt sind 8 Anstiege erfasst.
Nein, Devil o the Highlands Footrace ist eine Punkt-zu-Punkt-Strecke: Start und Ziel liegen an verschiedenen Orten.
Ja. Die Strecke von Devil o the Highlands Footrace steht auf dieser Seite als GPX-Datei zum kostenlosen Download bereit — importierbar in Garmin, Wahoo, Komoot, Strava und jede andere App, die GPX liest.
Für Devil o the Highlands Footrace sollte die Vorbereitung 69 km, 1.635 Höhenmeter, aktuelle Belastung und verfügbare Trainingszeit berücksichtigen. Ein adaptiver Plan hilft, Schlüsselreize zu setzen, ohne Erholung und Alltag zu ignorieren.
Die Pacing-Strategie für Devil o the Highlands Footrace sollte 69 km, 1.635 Höhenmeter und dein aktuelles Leistungsniveau einbeziehen. Starte kontrolliert und plane Reserven für Abschnitte ein, in denen das Profil oder die Müdigkeit die Zielpace erschwert.
Devil o the Highlands Footrace findet am 24. April 2027 statt.
Devil o the Highlands Footrace findet in Tyndrum, United Kingdom statt.
Die Anmeldung läuft über den Veranstalter: devilothehighlandsfootrace.co.uk. YOUB zeigt dir Strecke, Höhenprofil und Trainingsplan für die Vorbereitung.