
Der Ring O' Fire umrundet Anglesey zu Fuß: 130 Meilen auf dem Isle of Anglesey Coastal Path, im Uhrzeigersinn von Holyhead zurück nach Holyhead, vom 3. bis zum 5. September. Der höchste Punkt liegt bei nur 220 Metern, die Härte steckt in der Summe aus Sand, Kieseln, Zaunübertritten und endlosen kleinen Wellen, und genau dafür bereitest du dich vor.
Start und Ziel liegen im Breakwater Country Park in Holyhead, dazwischen folgt die Strecke dem Küstenweg einmal rund um die Insel, gegliedert durch neun Checkpoints. Die ersten gut 25 Kilometer bleiben dicht über dem Meeresspiegel, dann wird die Küste unruhiger. Die ersten längeren Anstiege warten bei Kilometer 62 und 66, jeweils über einen Kilometer lang, noch vor Moelfre, wo das Schwesterrennen Firelighter 50 endet.
Zwischen Kilometer 92 und 111 verdichtet sich das Gelände zu drei kräftigen Aufschwüngen, der letzte bei Kilometer 110 bringt mit knapp 100 Höhenmetern den größten Einzelanstieg der Runde. Danach legt sich der Ring flach: Von Kilometer 130 bis 200 läuft die Route fast durchgehend nah am Meeresniveau, nur bei Kilometer 154 steht eine einzelne Rampe im Weg. Bei Kilometer 207 und 208 folgen zwei kurze, sehr steile Stiche, die den Rückweg nach Holyhead noch einmal hart machen.
Flach ist das alles trotzdem nicht. Die 2.949 Höhenmeter entstehen fast vollständig aus kleinen Wellen, denn selbst Holyhead Mountain, das Dach der Strecke, misst nur 220 Meter. Unter den Füßen wechseln sich Sand- und Kieselstrände mit Küstenpfad ab, dazu unterbrechen Zaunübertritte immer wieder den Schritt. So entsteht viel laufbares Gelände, auf dem sich kaum je ein Rhythmus einstellt.
| Start | Länge | Ø | Max. | Gewinn | Kat. |
|---|---|---|---|---|---|
| km 62,1 | 1,1 km | 7,5 % | 10,4 % | +84 m | Kat. 4 |
| km 66,4 | 1,5 km | 4,7 % | 8,7 % | +72 m | — |
| km 92,1 | 1,1 km | 6,8 % | 25,1 % | +74 m | — |
| km 96,2 | 0,9 km | 8,1 % | 15,8 % | +69 m | — |
| km 110,3 | 0,9 km | 10,6 % | 18,7 % | +96 m | Kat. 4 |
| km 154 | 1 km | 5,1 % | 13 % | +50 m | — |
| km 207,2 | 0,7 km | 7,6 % | 9,3 % | +49 m | — |
| km 208,3 | 0,9 km | 9,9 % | 27,6 % | +84 m | Kat. 4 |
Die Anstiegs-Kategorien folgen der Radsport-Konvention und bewerten das Gelände selbst (Länge und Steigung) unabhängig von der Sportart: Kat. 4 bezeichnet die leichtesten bewerteten Anstiege, Kat. 1 die härtesten, HC (hors catégorie, „außerhalb jeder Kategorie“) ist den brutalsten Anstiegen vorbehalten. Kurze Anstiege unterhalb der Kat.-4-Schwelle bleiben unbewertet.
Fast 40 Prozent der Strecke sind flach, der Rest wechselt ständig zwischen kurz hoch und kurz runter. Steuere deshalb nach Anstrengung, nicht nach Kilometerschnitt: Sand, Kiesel und Zaunübertritte kosten Zeit, ohne dass ein einziger Höhenmeter dazukommt. Denk in Teilstücken von Checkpoint zu Checkpoint, im Schnitt gut 20 Kilometer lang, statt in 209 Kilometern.
Die Runde entscheidet sich zwischen Kilometer 92 und 115. Dort treffen die drei kräftigsten zusammenhängenden Anstiege auf Beine, die schon rund 100 Kilometer Küste in sich tragen. Geh die steilen Stücke konsequent und lauf erst oben wieder an: Wer hier kontrolliert bleibt, kann die lange tiefe Passage danach tatsächlich laufen, statt sie zu überstehen.
Die Hauptfalle liegt ganz am Anfang, denn die ersten Kilometer dicht am Meer fühlen sich an wie Geschenke. Jede dort gewonnene Minute bezahlst du ab Kilometer 130, wenn das leichte Gelände nur noch mit frischen Beinen leicht wäre. Halte außerdem etwas für die beiden Stiche bei Kilometer 207 und 208 zurück, sie treffen dich mit der gesamten Inselrunde in den Oberschenkeln.

Rechne je nach Form mit etwa 35 bis 50 Stunden in Bewegung, verteilt auf die Tage vom 3. bis zum 5. September. Das ist fast durchgehend aerobe Arbeit mit vielen kurzen Spitzen an jeder Welle und jedem Zaunübertritt, also kein gleichmäßiges Dauertempo. Die wichtigste Größe ist deshalb nicht deine Schwellenleistung, sondern wie wenig dich solche kleinen Unterbrechungen über viele Stunden kosten.
Der Kern der Vorbereitung sind lange Läufe an aufeinanderfolgenden Tagen, denn das Rennen zieht sich über drei Kalendertage und du gehst mit der Müdigkeit aus den ersten Abschnitten in die nächsten. Lege in diesen Blöcken die hügeligen Passagen bewusst in die zweite Hälfte der Einheit und übe dort das Wechselspiel aus Gehen und Wiederanlaufen, das du zwischen Kilometer 92 und 115 brauchst.
Rund 30 Prozent der Strecke fallen ab, meist in kurzen Stücken. Das klingt harmlos, summiert sich auf knapp 3.000 Abstiegsmeter und belastet die Oberschenkel gerade auf den tiefen Kilometern nach der Mitte. Baue deshalb Kraftausdauer für Oberschenkel, Hüfte und Waden auf und laufe Bergabstücke auch dann noch sauber, wenn du schon müde bist.
Den Untergrund kannst du nur draußen vorbereiten: Lauf, wenn möglich, regelmäßig auf Sand und losen Kieseln, und nimm Weidezäune oder Mauern mit Überstieg in deine langen Runden auf. Teste Schuhe, Socken und Fußpflege genau dort, denn Sand im Schuh ist auf dieser Distanz kein Detail. Da das Rennen Anfang September stattfindet, fällt dein Hauptblock in den Sommer.

Lade die Strecke von Ring O' Fire als GPX-Datei für Uhr oder Radcomputer herunter.
Ben verbindet Ziel, Strecke, aktuelle Belastung, Recovery und Kalender. So bleibt dein Plan auf das Rennen ausgerichtet, auch wenn dein Alltag nicht perfekt planbar ist.
Ring O' Fire ist 209,22 km lang. Diese Distanz bestimmt, wie viel Grundlagenausdauer, Tempohärte und Rennspezifik in den Trainingsplan gehören.
Ring O' Fire hat rund 2.949 Höhenmeter auf 209,22 km. Das beeinflusst Pacing, Muskulatur und die Vorbereitung auf späte Rennabschnitte.
Ring O' Fire ist als Hügelig (Rolling) eingestuft, im Schnitt 13,8 Höhenmeter pro Kilometer. 39 % der Strecke sind flach, 26 % steigen moderat an (2 bis 6 %) und 4 % sind steiler als 6 %.
Der schwerste Anstieg von Ring O' Fire beginnt bei Kilometer 110,3, ist 0,9 km lang, steigt im Schnitt 10,6 % an und bringt 96 Höhenmeter. Bewertung nach Radsport-Konvention: Kat. 4. Insgesamt sind 8 Anstiege erfasst.
Ja, Ring O' Fire ist als Rundkurs angelegt: Start und Ziel liegen am selben Ort.
Ja. Die Strecke von Ring O' Fire steht auf dieser Seite als GPX-Datei zum kostenlosen Download bereit — importierbar in Garmin, Wahoo, Komoot, Strava und jede andere App, die GPX liest.
Für Ring O' Fire sollte die Vorbereitung 209,22 km, 2.949 Höhenmeter, aktuelle Belastung und verfügbare Trainingszeit berücksichtigen. Ein adaptiver Plan hilft, Schlüsselreize zu setzen, ohne Erholung und Alltag zu ignorieren.
Die Pacing-Strategie für Ring O' Fire sollte 209,22 km, 2.949 Höhenmeter und dein aktuelles Leistungsniveau einbeziehen. Starte kontrolliert und plane Reserven für Abschnitte ein, in denen das Profil oder die Müdigkeit die Zielpace erschwert.
Ring O' Fire 2027 findet am 3. September 2027 statt.
Ring O' Fire 2027 findet in Anglesey, United Kingdom statt.
Bei Ring O' Fire stehen 2 Distanzen zur Wahl — Ring O’ Fire 130: 209,22 km; Firelighter 50: 75,64 km.
Die Anmeldung läuft über den Veranstalter: ringofire.co.uk. YOUB zeigt dir Strecke, Höhenprofil und Trainingsplan für die Vorbereitung.