
Der Grand Tour des Cerces ist die längste Strecke beim Serre Che Trail: eine Schleife im Uhrzeigersinn ab Le Monêtier-les-Bains über den Col du Lautaret und den Col du Buffère, die fast durchgehend über 2.000 Metern verläuft. Entschieden wird sie nicht an den frühen Bergen, sondern am steilsten langen Anstieg ab Kilometer 48, und genau darauf sollte deine Vorbereitung zielen.
Der Start lässt dir keinen Anlauf: Schon nach wenigen hundert Metern steigt der Weg aus Le Monêtier-les-Bains heraus, und der erste Anstieg bringt auf gut viereinhalb Kilometern 670 Höhenmeter. Bei Kilometer 7 und noch einmal bei Kilometer 9 legt die Strecke nach, sodass du nach elf Kilometern bereits auf über 2.600 Metern stehst. Ein vierter Anstieg folgt bei Kilometer 15.
Den Charakter der Runde bestimmt die Höhenlage. Vom fünften bis zum 56. Kilometer fällt sie kaum unter 2.000 Meter, und sechsmal führt sie über 2.400 Meter. Wirklich flach ist nur etwa ein Zwanzigstel des Wegs. Ihre Wegmarken heißen Chardonnet, Col du Lautaret, die ehemalige Buvette St Joseph mit ihrer Verpflegungsstelle, Grand Aréa und Col du Buffère. Die ruhigste Passage liegt ab Kilometer 26 fast eben auf rund 2.100 Metern. Zwei weitere Anstiege führen danach wieder fast bis 2.600 Meter.
Der entscheidende Abschnitt kommt spät. Ab Kilometer 38 fällt die Strecke bis auf knapp 2.000 Meter, dann folgen eine kurze Rampe und bei Kilometer 48,5 der härteste Anstieg des Tages. Er bringt 664 Höhenmeter auf knapp drei Kilometern, im Schnitt also über 22 Prozent. Bei Kilometer 52 ist mit rund 2.640 Metern der höchste Punkt erreicht. Danach verlierst du auf den letzten acht Kilometern mehr als 1.100 Höhenmeter, bis die Schleife in Le Monêtier-les-Bains schließt.
| Start | Länge | Ø | Max. | Gewinn | Kat. |
|---|---|---|---|---|---|
| km 0,3 | 4,6 km | 14,6 % | 41,4 % | +670 m | Kat. 1 |
| km 6,7 | 2,2 km | 20,7 % | 70,1 % | +462 m | Kat. 2 |
| km 9,1 | 1 km | 15,3 % | 40,2 % | +157 m | Kat. 4 |
| km 14,7 | 2,9 km | 15,1 % | 59,2 % | +441 m | Kat. 2 |
| km 30,7 | 2 km | 15,4 % | 40,2 % | +304 m | Kat. 3 |
| km 36,8 | 1,5 km | 13,8 % | 36,7 % | +204 m | Kat. 3 |
| km 46,8 | 1,5 km | 11,6 % | 38,9 % | +168 m | Kat. 3 |
| km 48,6 | 3 km | 22,5 % | 57 % | +664 m | Kat. 1 |
Die Anstiegs-Kategorien folgen der Radsport-Konvention und bewerten das Gelände selbst (Länge und Steigung) unabhängig von der Sportart: Kat. 4 bezeichnet die leichtesten bewerteten Anstiege, Kat. 1 die härtesten, HC (hors catégorie, „außerhalb jeder Kategorie“) ist den brutalsten Anstiegen vorbehalten. Kurze Anstiege unterhalb der Kat.-4-Schwelle bleiben unbewertet.
Gut ein Drittel aller Anstiegsmeter liegt auf den ersten elf Kilometern, danach warten noch fast 50 Kilometer. Frische Beine lassen dieses Tempo harmlos wirken, und genau hier liegt die Falle: Wer die ersten Rampen läuft, statt zügig zu gehen, bezahlt dafür erst viele Stunden später. Halte die Belastung so niedrig, dass du dich oben sofort wieder ins Laufen bringst.
Die Höhe senkt, was du dauerhaft halten kannst, und das gilt hier fast über die gesamte Distanz. Richte dich deshalb nach der Atmung, nicht nach einer Pace vom Hausberg. Das nahezu ebene Stück ab Kilometer 26 ist zum Essen und Trinken da, nicht zum Zeitgutmachen.
Rennentscheidend sind die Kilometer 46 bis 52. Schon die acht Kilometer Gefälle davor gehören zum Plan: Lässt du es dort rollen, gehen die Oberschenkel leer in den steilsten Anstieg und erst recht in den Schlussabstieg. Oben bei Kilometer 52 solltest du noch kontrolliert bergab laufen können, denn allein dieser letzte Abschnitt trennt noch 1.100 Höhenmeter vom Ziel.

Altersklassenathleten sind hier grob elf bis sechzehn Stunden unterwegs. Das ist eine durchgehend aerobe Dauerbelastung, die das Gelände immer wieder bricht: Rund 60 Prozent der Strecke sind steil, und die Hälfte führt bergab. Ein gleichmäßiges Lauftempo gibt es auf dieser Runde kaum, gefragt ist der ständige Wechsel zwischen kraftvollem Gehen, Laufen und kontrolliertem Abstieg.
Der Anstieg ab Kilometer 48,5 kommt nach weit über 2.500 Höhenmetern und verlangt, bei über 20 Prozent noch Kraft in die Hüfte zu bringen. Direkt danach folgt der lange Schlussabstieg, also genau die Belastung, die müde Oberschenkel am schlechtesten vertragen. Dieses Paar aus später Steilpassage und Abstieg ist das, worauf du hinarbeitest.
Baue deine langen Einheiten deshalb so, dass das Härteste am Ende liegt: stundenlang im Berg unterwegs sein, dann einen steilen Anstieg zügig hinaufgehen und ohne Pause wieder hinunterlaufen. Zwei lange Tage hintereinander simulieren die Ermüdung besser als ein einzelner sehr langer Lauf. Exzentrische Kraftarbeit für die Oberschenkel und viele Abstiegsmeter im Training entscheiden darüber, ob die letzten acht Kilometer noch laufbar bleiben.
Die Höhe gehört in die Planung, denn fast das ganze Rennen findet über 2.000 Metern statt. Lebst du tiefer, lege einige Bergtage auf dieser Höhe in die Wochen vor dem 12. September. Übe dabei auch das Essen im Anstieg: Bei dieser Dauer muss die Energiezufuhr auch auf steilen Abschnitten funktionieren.

Lade die Strecke von Serre Che Trail als GPX-Datei für Uhr oder Radcomputer herunter.
Ben verbindet Ziel, Strecke, aktuelle Belastung, Recovery und Kalender. So bleibt dein Plan auf das Rennen ausgerichtet, auch wenn dein Alltag nicht perfekt planbar ist.
Serre Che Trail ist 60 km lang. Diese Distanz bestimmt, wie viel Grundlagenausdauer, Tempohärte und Rennspezifik in den Trainingsplan gehören.
Serre Che Trail hat rund 3.749 Höhenmeter auf 60 km. Das beeinflusst Pacing, Muskulatur und die Vorbereitung auf späte Rennabschnitte.
Serre Che Trail ist als Hochalpin (Mountainous) eingestuft, im Schnitt 62,4 Höhenmeter pro Kilometer. 5 % der Strecke sind flach, 16 % steigen moderat an (2 bis 6 %) und 29 % sind steiler als 6 %.
Der schwerste Anstieg von Serre Che Trail beginnt bei Kilometer 0,3, ist 4,6 km lang, steigt im Schnitt 14,6 % an und bringt 670 Höhenmeter. Bewertung nach Radsport-Konvention: Kat. 1. Insgesamt sind 8 Anstiege erfasst.
Ja, Serre Che Trail ist als Rundkurs angelegt: Start und Ziel liegen am selben Ort.
Ja. Die Strecke von Serre Che Trail steht auf dieser Seite als GPX-Datei zum kostenlosen Download bereit — importierbar in Garmin, Wahoo, Komoot, Strava und jede andere App, die GPX liest.
Für Serre Che Trail sollte die Vorbereitung 60 km, 3.749 Höhenmeter, aktuelle Belastung und verfügbare Trainingszeit berücksichtigen. Ein adaptiver Plan hilft, Schlüsselreize zu setzen, ohne Erholung und Alltag zu ignorieren.
Die Pacing-Strategie für Serre Che Trail sollte 60 km, 3.749 Höhenmeter und dein aktuelles Leistungsniveau einbeziehen. Starte kontrolliert und plane Reserven für Abschnitte ein, in denen das Profil oder die Müdigkeit die Zielpace erschwert.
Serre Che Trail 2027 findet am 11. September 2027 statt.
Serre Che Trail 2027 findet in Le Monêtier-les-Bains, France statt.
Bei Serre Che Trail stehen 5 Distanzen zur Wahl — Grand Tour des Cerces 60 km: 60 km; Marathon des Cerces 45 km: 45 km; Petit Tour des Cerces 26 km: 26 km; Tour des Chapelles 12 km: 12 km; Serre Che Ensemble 5 km: 5 km.
Die Anmeldung läuft über den Veranstalter: trail-serre-chevalier.com. YOUB zeigt dir Strecke, Höhenprofil und Trainingsplan für die Vorbereitung.