
Der Ultravasan 90 folgt der klassischen Vasaloppet-Strecke von Sälen nach Mora, und trotz des Namens sind es am Ende 92 Kilometer. Nach dem einzigen echten Anstieg gleich hinter dem Start gibt es kaum noch einen Grund zu gehen, der Großteil liegt auf Forststraßen. Deine Vorbereitung dreht sich deshalb weniger um Berge als um die Frage, wie lange du im Laufschritt bleibst.
Los geht es in Berga by in Sälen, und die Strecke verliert keine Zeit: Bei Kilometer 2 beginnt der größte Anstieg des Tages, auf knapp zwei Kilometern gewinnst du 160 Höhenmeter. Danach bleibst du lange auf dem hohen Abschnitt um 500 Meter, den Scheitel erreichst du kurz vor Kilometer 20.
Von dort geht es als durchgehende Linie Richtung Mora, und zwar in zwei Stufen. Bis Kilometer 30 fällt der Kurs um gut 200 Meter und steigt dann in langen Wellen wieder an. Ab Kilometer 50 folgt der zweite Abstieg auf etwa 220 Meter. Danach wird es noch einmal wellig, mit zwei kurzen, steilen Rampen bei Kilometer 65 und 67, bevor die letzten gut 15 Kilometer fast flach und leicht fallend ins Ziel führen.
Du läufst durch lichten Kiefernwald, an Gewässern entlang und durch Fäbod-Landschaften. Rund 60 Kilometer sind Forststraße, etwa 18 Trail, dazu kommen je rund sechs Kilometer Schotter und Asphalt, sieben Kontrollen gliedern den Weg. Der Veranstalter nennt 867 Höhenmeter, nachgemessen sind es knapp 1.000. So oder so bleibt es bei etwa zehn Metern pro Kilometer: Die Härte dieses Rennens steckt in der Summe der Laufschritte.
| Start | Länge | Ø | Max. | Gewinn | Kat. |
|---|---|---|---|---|---|
| km 1,9 | 1,9 km | 8,4 % | 20,7 % | +160 m | Kat. 3 |
| km 31,8 | 0,7 km | 4 % | 4,9 % | +27 m | — |
| km 33,1 | 0,6 km | 5,3 % | 8,9 % | +33 m | — |
| km 38,3 | 0,6 km | 4,6 % | 10,1 % | +27 m | — |
| km 55,7 | 0,5 km | 4,7 % | 5,8 % | +24 m | — |
| km 60,1 | 0,4 km | 7,2 % | 9,8 % | +31 m | — |
| km 64,7 | 0,5 km | 10,8 % | 17,6 % | +57 m | — |
| km 67,4 | 1,1 km | 4,6 % | 15,6 % | +50 m | — |
Die Anstiegs-Kategorien folgen der Radsport-Konvention und bewerten das Gelände selbst (Länge und Steigung) unabhängig von der Sportart: Kat. 4 bezeichnet die leichtesten bewerteten Anstiege, Kat. 1 die härtesten, HC (hors catégorie, „außerhalb jeder Kategorie“) ist den brutalsten Anstiegen vorbehalten. Kurze Anstiege unterhalb der Kat.-4-Schwelle bleiben unbewertet.
Elf Stunden liegen zwischen Start und Zielschluss, das sind rund 7:10 Minuten pro Kilometer. Für Läufer nahe am Limit ist das kein Bummeltempo, also rechne nach Untergrund: Auf dem Trail wirst du langsamer sein, die Reserve dafür entsteht auf den Forststraßen, ohne dass die Anstrengung dort steigt. Den Anstieg gleich nach dem Start nimmst du ruhig, notfalls gehend, auch wenn das Feld um dich herum läuft.
Die eigentliche Falle kommt danach. Zwischen Kilometer 20 und 30 fällt die Strecke, das Tempo kommt von selbst und du fühlst dich mühelos. Jede Minute, die du dort herausholst, kostet die Oberschenkel, und die brauchst du für den zweiten Abstieg ab Kilometer 50 noch einmal.
Entschieden wird das Rennen hinter Kilometer 60. Die Rampen bei 65 und 67 sind kurz genug, um sie zügig zu gehen und oben sofort wieder anzulaufen. Dann kommt das fast flache Finale, das nichts mehr anbietet außer Laufen. Teile dir den Tag im Kopf von Kontrolle zu Kontrolle ein: Wer auf diesem letzten Stück noch im Laufschritt ist, gewinnt dort mehr, als am Vormittag zu holen war.

Als Altersklassenläufer bist du etwa achteinhalb bis elf Stunden unterwegs. Nach dem frühen Anstieg bleibt die Belastung fast durchgehend aerob und gleichmäßig, Spitzen über der Schwelle verlangt der Kurs kaum. Gefragt ist ein Bewegungsapparat, der viele Stunden nahezu gleiche Schritte aushält.
Der Kern deiner Vorbereitung ist deshalb der lange Lauf, und er sollte wirklich gelaufen sein. Wanderkilometer im Gebirge bringen dich hier weniger weit als ruhige Stunden auf Waldwegen im angestrebten Renntempo. Zwei lange Einheiten an aufeinanderfolgenden Tagen zeigen dir, wie sich müde Beine anfühlen, ohne dass du die ganze Distanz riskierst.
Bau die Streckenlogik in diese Läufe ein. Weil die zwei Abstiege vor dem Finale liegen, gehören längere, leicht fallende Abschnitte in die Mitte eines langen Laufs, damit die Oberschenkel Bergab-Kilometer unter Ermüdung kennen. Lege kurze, steile Anstiege spät in die Einheit und übe, oben sofort wieder anzulaufen, denn genau das verlangen die Rampen jenseits von Kilometer 60. Schließe manche lange Läufe auf flachem Gelände ab, wo dir nichts mehr eine Pause anbietet.
Auch Untergrund und Uhrzeit gehören in den Plan. Eine feste Trail-Einheit pro Woche hält Fußgelenke und Trittsicherheit wach für die 18 Kilometer Pfad, kurze Asphaltstücke gewöhnen die Beine an den härteren Belag. Der frühe Start ist Teil der Generalprobe: Beginne einige lange Läufe am frühen Morgen, teste das Frühstück davor und übe, dich über einen ganzen Tag zu verpflegen. Bei einem Renntermin im August fallen diese Läufe ohnehin in den Sommer.

Lade die Strecke von Ultravasan 90 als GPX-Datei für Uhr oder Radcomputer herunter.
Ben verbindet Ziel, Strecke, aktuelle Belastung, Recovery und Kalender. So bleibt dein Plan auf das Rennen ausgerichtet, auch wenn dein Alltag nicht perfekt planbar ist.
Ultravasan 90 ist 92 km lang. Diese Distanz bestimmt, wie viel Grundlagenausdauer, Tempohärte und Rennspezifik in den Trainingsplan gehören.
Ultravasan 90 hat rund 991 Höhenmeter auf 92 km. Das beeinflusst Pacing, Muskulatur und die Vorbereitung auf späte Rennabschnitte.
Ultravasan 90 ist als Hügelig (Rolling) eingestuft, im Schnitt 10,8 Höhenmeter pro Kilometer. 41 % der Strecke sind flach, 24 % steigen moderat an (2 bis 6 %) und 3 % sind steiler als 6 %.
Der schwerste Anstieg von Ultravasan 90 beginnt bei Kilometer 1,9, ist 1,9 km lang, steigt im Schnitt 8,4 % an und bringt 160 Höhenmeter. Bewertung nach Radsport-Konvention: Kat. 3. Insgesamt sind 8 Anstiege erfasst.
Nein, Ultravasan 90 ist eine Punkt-zu-Punkt-Strecke: Start und Ziel liegen an verschiedenen Orten.
Ja. Die Strecke von Ultravasan 90 steht auf dieser Seite als GPX-Datei zum kostenlosen Download bereit — importierbar in Garmin, Wahoo, Komoot, Strava und jede andere App, die GPX liest.
Für Ultravasan 90 sollte die Vorbereitung 92 km, 991 Höhenmeter, aktuelle Belastung und verfügbare Trainingszeit berücksichtigen. Ein adaptiver Plan hilft, Schlüsselreize zu setzen, ohne Erholung und Alltag zu ignorieren.
Die Pacing-Strategie für Ultravasan 90 sollte 92 km, 991 Höhenmeter und dein aktuelles Leistungsniveau einbeziehen. Starte kontrolliert und plane Reserven für Abschnitte ein, in denen das Profil oder die Müdigkeit die Zielpace erschwert.
Ultravasan 90 findet am 21. August 2027 statt.
Ultravasan 90 findet in Sälen, Sweden statt.
Die Anmeldung läuft über den Veranstalter: vasaloppet.se. YOUB zeigt dir Strecke, Höhenprofil und Trainingsplan für die Vorbereitung.